Rolf Giesen
veröffentlichte vor langer Zeit bereits die Bücher "Kino, wie
es keiner mag" (1984) und "Fernsehen, wie es jeder hasst"
(1987). Dort machte er seine Leserschaft nicht nur mit allgemein anerkannten
Ikonen des Trashkinos wie Ed Wood bekannt, sondern zog auch gegen
persönliche Feindbilder wie Arnold Schwarzenegger oder Werner Herzog
zu Felde.
In
seinen Kapiteln zu Jerry Lewis und Luis Trenker wurde er sogar so
persönlich und ausfallend, dass einige Passagen im Buch geschwärzt
werden musste. Da Giesen auch bei den Neuauflagen des "Lexikon
des Horrorfilms" und des "Lexikon
des Fantasy-Films" beteiligt war (und das Genre
des phantastischen Films sowieso sehr viele schlechte Filme beherbergt)
lag die Idee eines ebenfalls gemeinsam mit Ronald M. Hahn verfassten
"Lexikons des schlechten Films" quasi auf der Hand.
Leider
wurde hierfür recht häufig bereits vorhandene Kritiken recycelt.
Statt kompletter Stabangaben wäre es sehr viel interessanter gewesen
zu erfahren, warum Filme wie "Hannibal"
oder "Willow" in die
selbe Kategorie wie "Musik,
Musik, da wackelt die Penne" gehören. Ähnlich verhält es
sich mit den ebenfalls im Buch aufgeführten "Kings and Queens
of Trash". Ganz kurz wird erklärt, dass "Jerry Cotton"
George Nader im "SF-Oberschunder Robot Monster" auftrat
oder dass Sybil Danning zu "schludriger Darstellung" neigt
und dann folgt eine umfangreiche unkommentierte Filmographie. Weniger
Filme und Personen und eine gründlichere Begründung für ihre Aufnahme
ins Buch wären wünschenswert gewesen und hätten das Lesevergnügen
gesteigert.
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