Als die
"Beatles" Anfang der sechziger Jahre in Clubs auf der Hamburger
Reeperbahn spielten, beeinflussten sie damit nicht unwesentlich die
deutsche Musikszene. So feierten schon kurze Zeit später die "Rattles"
um Achim Reichel nicht nur Erfolge im Hamburger "Star Club"
sondern waren auch in Liverpools "Cavern Club" fast so erfolgreich
wie ihre Vorbilder und hatten sogar einen englischen Fanclub.
Diese
Zeit ist für Christian Graf die Geburtstunde der deutschen Rockmusik.
Daher sucht der Leser im "Rocklexikon Deutschland" vergeblich
Namen wie Ted Herold oder Peter Kraus, denn diese imitierten nur
ihre englischsprachigen Vorbilder.
Graf
war bereits 1982 an einer ersten Ausgabe des Rocklexikons beim Taurus
Verlag beteiligt und aktualisierte das Buch Anfang der Neunziger
Jahre für den Fischer Verlag. Für die vorliegende Neuauflage hat
Graf die Biographien zu 700 Bands und Musiker (inklusive Discographie
mit über 5.000 Alben) aufgelistet. Das Spektrum reicht dabei von
Udo Lindenberg
über Nena, "Die
Ärzte", den "Toten
Hosen" bis hin zu DDR-Rockern wie den "Puhdys".
Abgerundet wird das gut recherchierte Buch noch durch 64 Farbseiten
mit Bildern des "Bravo"-Fotografen Didi Zill, die über
einen eigenartigen 80er Jahre Charme verfügen.
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