In seinem
Buch "31 Songs"
hat der englische Kultautor Nick Hornby ("High
Fidelity") Musikstücke beschrieben, die ihm etwas bedeuten
(oder etwas bedeutet haben). Hornby suchte dabei Stücke aus,
die ihm als Musik und nicht als Erinnerung wichtig sind, denn: "Man
darf wohl annehmen, dass Leute, die sich von ihrem absoluten Lieblingsstück
an ihre Flitterwochen auf Korsika oder an den Chihuahua der Familie
erinnert fühlen, nicht wirklich etwas für Musik übrig
haben."
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Dass
auch ohne dies Dogma ein spannendes Buch möglich ist beweist
jetzt Tom Tonk (heißt der wirklich so?) mit seinen ähnlich
gearteten aber sehr viel autobiographischeren Buch über "33
1/3 Platten für die Ewigkeit". Er liefert auch ganz nebenbei
eine schlüssige Begründung, warum sowohl die Musik als
auch die zugehörigen Erinnerungen wichtig sind. Seine Anmerkungen
zu Achim Reichels "Blues in Blond" beschließt er
mit: der süßsauren Erkenntnis, dass man "die wirklich
guten Platten immer daran erkennt, dass man sie mit wirklich beschissenen
Momenten im Leben verbindet.
"Da
Tonk anscheinend auch einige wirklich schöne Momente im Leben
hatte, erzählt er uns nicht nur von 70er und 80er Rocklegenden
wie Aerosmith, (Slade) oder Status Quo oder von Deutschrockern wie
Westernhagen und Lindenberg. Auch eine legendäre Rock Oper
von Christian Anders namens "Der Untergang von Taro Torsay"
wird genüsslich zerschreddert. Tonks Sympathie für die
blutjunge Vicky Leandros hingegen scheint echt zu sein, denn diese
hat seiner Meinung nach von "65 - 73 ordentliche Arbeit geleistet".
Somit ist "Raketen in Rock" nicht nur ein wichtiges, sondern
auch ein mutiges Buch.
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