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Die Beute von Wyatts Einbruch im Haus der Politikerin Cassandra Wintergreen ist nicht zu verachten: 50000 in bar und ein Schmuckstück, ein goldener Schmetterling mit Diamantbesatz von Tiffany. Hätte Wyatt geahnt, welchen Ärger er sich mit letzterem einhandelt, er hätte die Brosche wohl liegengelassen.
So aber muss er nach einem Versuch, den Schmuck einem
Hehler anzudrehen feststellen, dass die Polizei bereits nach dieser
Brosche fahndet. So hat er plötzlich nicht nur die Bullen
auf dem Hals, sondern auch die überaus harten Jungs von der
„Magnetbohrergang“, die recht unsanft auf die Herausgabe des goldenen
Schmetterlings bestehen.
Aber Wyatt ist nicht der Mann, der sich von der Konkurrenz so
leicht eliminieren lässt, und so wird der Gejagte zum Jäger
...
Der Australier Garry Disher -bereits zweimal
mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet-, legt hier bereits
seinen vierten Roman um den Berufskriminellen Wyatt vor. Der Wyatt-Roman
“Gier“ fand auch Aufnahme in die "Stern Krimi-Bibliothek“.
Leidlich unterhaltsam geschrieben, leidet “Port Vila Blues“ doch
sehr unter den stereotypen Charakteren und einigen Längen.
Obgleich als tougher Gangster angelegt, wirkt Wyatt im Vergleich
mit den Helden anderer Gangster-Sagas wie etwa Richard Starks
Romanen um Parker eher wie ein Softie.
Fazit: Actionbetonte Krimi-Lektüre ohne allzu viel Tiefgang,
eher etwas für zwischendurch.
Stefan Meduna
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