Helen
Fielding hat es mit ihren Bridget Jones-Büchern "Schokolade
zum Frühstück" und "Am
Rande des Wahnsinns" vorgemacht: Romane in denen Frauen über
ihre miesen Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht herziehen müssen
nicht unbedingt in feministische Pamphlete oder Hera-Lind-Flachsinn
ausarten.
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"Mondscheintarif"
hat Fieldings Büchern jedenfalls eine Menge zu verdanken und wurde
ebenfalls verfilmt. Cora Hübsch,
die Heldin des Romans, führt zwar kein Tagebuch wie Bridget Jones,
aber die unaufhaltsam verfliegende Zeit spielt auch hier eine ganz
große Rolle. Während bei Bridget gleich ein ganzes Jahr Revue passiert,
spielt "Mondscheintarif" an einem einzigen Samstag zwischen
17.17 Uhr und Mitternacht. Cora wartet den ganzen Abend auf den
großen Anruf und in Rückblenden wird von dem Beginn ihrer Beziehung
zu Dr. Daniel Hofmann erzählt.
Hierbei geht es um die ganze
kranke und aufgesetzte Coolness der alleinlebenden Großstadt-Bewohner.
Ganz wichtig ist hierbei die Frage, wer wen nach einer ersten Liebesnacht
zuerst anruft und wann hierfür der richtige Zeitpunkt ist. Wer sich
zu früh meldet gilt als Weichei und wird unverzüglich in die Wüste
geschickt. Eine hübsche zum Denken anregende Pointe ist hierbei
die Tatsache, dass Cora gerade durch die allzu perfekte Einhaltung
dieser Spielregeln zu scheitern droht.
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