Zwischen 1847 und
1883 versah Gustave Doré eine Unmenge von Büchern mit insgesamt fast 10.000
Illustrationen. Darunter befinden sich neben der Bibel auch Cervantes "Don
Quichote" und als letzte Arbeit Edgar Allen Poes "Der Rabe".
Gustave Dorés plante noch eine mit 1000 Illustrationen versehene Gesamtausgabe
der Werke von William Shakespeare, denn sein Lebensmotto war: "Ich werde
alles illustrieren."
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Seit
Walter Moers ("Das
kleine Arschloch")
eine Doré-Illustration zum Märchen vom kleinen Däumling sah,
war er fasziniert von den Zeichnungen. Ihn ärgerte jedoch, dass
die Bilder oft schlecht gedruckt, stark verkleinert oder gar noch
von anderen Zeichnern zu Collagen weiter verarbeitet wurden, ohne
das Dorés Namen genannt wurde.
Jetzt hat Moers 21 Bilder von Doré ausgewählt und sich rund um diese
eine neue Geschichte ausgedacht. Der Held ist ein 12-jähriger Junge
namens Gustave Doré, sechs Aufgaben lösen muss um dem Tode zu entrinnen.
Nun ist es zwar recht schön die Bilder Dorés einmal angemessen reproduziert
zu sehen, doch als Geschichtenerzähler versagt Moers diesmal leider
kläglich. Während seine "13
½ Leben des Käpt´n Blaubärs" vor phantasievollen Einfällen
nur so strotzten, holpert Moers Geschichte diesmal mühselig von
Bild zu Bild ohne jemals wirklich zu überraschen oder gar zu amüsieren.
Also her mit den restlichen 13 ½ Leben des blauen Käpt´ns!
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