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Die
Rubrik "Aus Onkel Max Kulturtagebuch" gehörte zu den besten
Beiträgen des Satiremagazins "Titanic". Auf zwei eng bedruckten
Seiten, nur aufgelockert durch scheinbar wahllos ausgewählte Fotos, gab Max
Goldt seine Sicht der Dinge zum Besten. Diese war zwar oft extrem und hätte
auch verletzen können, wenn sie nicht in so fein ausgewählte Worte gepackt
wäre.
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Wenn
er etwa ablästert über Leute, die mit windigen Presseausweisen versuchen
irgendwelche Rezensionsexemplare abzugreifen, so könnte sich schon so
mancher ertappt fühlen. Doch einige von Goldts sehr formvollendet
aufgestellten Thesen sind auch mehr als fraglich. So stellt sich etwa die
Frage, ob die Welt wirklich besser wäre, wenn sich die Menschen seltener
(aber dafür richtig! (mit dem Waschlappen!!)) waschen würden. Doch Goldt
ist kein verbohrter Dogmatiker und outet sich in einem anderen Text als
leidenschaftlicher Kaltduscher.
Neben ausgewählten Kolumnen aus "Titanic", die zwischen 1990 und
1998 entstanden, enthält dieser ebenso voluminöse wie preiswerte Band auch
noch etliche sogenannte "Nicht-Kolumnen". Hierbei handelt es sich
um ebenso vergnügliche Hörspiele und kürzere Texte, die es dem Leser immer
schwerer machen, das Buch aus der Hand zu legen.
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