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“Hitler und sein Chauffeur fahren übers Land. Auf einmal bumm! ein Aufprall. Sie haben ein Huhn überfahren. Hitler zum Chauffeur: “Wir müssen es dem Bauern melden. Lassen Sie mich mal machen, ich bin der Führer, er wird es verstehen." Nach 2 Minuten kommt Hitler angerannt und hält sich den Hintern - der Bauer hat ihn verdroschen. Die beiden fahren weiter. Doch plötzlich bumm! platsch! wieder ein Aufprall! Sie haben ein Schwein überfahren. Hitler zum Chauffeur: “Diesmal gehen aber Sie zum Bauern?“. Der Chauffeur gehorcht dem Befehl, kommt aber erst nach 1A Stunde wieder, vollkommen betrunken und mit einem Korb mit Würsten und Geschenken in der Hand. Hitler vollkommen erstaunt: “Ja mein Gott, was haben Sie dem Bauern denn gesagt?" Darauf der Chauffeur: “Ich habe nur gesagt: Heil Hitler, das Schwein ist tot! -und da haben Sie mir diese Geschenke gegeben!"
Dieser Witz stammt aus der den Vierziger Jahren als die deutschen
Städte in Schutt und Asche lagen und abzusehen war, dass
es nichts mehr zu gewinnen gab.
Zehn Jahre zuvor waren die Witze über Hitler und seine Gefolgsleute
noch deutlich milder und es wurde allzumenschlich über Görings
Fettleibigkeit oder (nicht ganz politisch korrekt) über Görings
Klumpfuß gewitzelt und sich gewundert warum solche Gestalten als
Prachtarier galten. Den Nazis war bewusst, dass Humor ein gutes
Ventil zum Ablassen von Unmut ist. Daher erschien 1933 auch das
Buch “Hitler in der Karikatur“, das Witzbilder aus aller Welt
zeigte und “vom Führer genehmigt war“. Enthalten waren zwar ausländische
Cartoons gegen den Führer, doch der NSDAP-Auslandspressechef Hanfstaengl
versah jede Zeichnung mit einer “Richtigstellung", damit
der Betrachter “herzhaft lachen (konnte), nicht gerade über den
herrschenden Witz, sondern über den handgreiflichen Irrtum der
Karikaturisten.“
Unter dem Titel “Heil
Hitler, das Schwein ist tot“ zeigte die ARD eine Dokumentation
von Rudolph Herzog über “Komik und Humor im Dritten Reich“. Hierfür
wurden Zeitzeugen wie Dieter Hildebrandt oder Fritz Muliar befragt
und Witze aus Nazideutschland von Schauspielern nachgestellt.
Wer das Thema vertiefen möchte wird mit diesem ebenfalls von Herzog
verfassten Buch gut bedient. Angesichts der eher geringen Seitenanzahl
wird dabei etwas zu ausführlich auf eigentlich nur indirekt zum
Thema gehörende humoristische Werke eingegangen, die außerhalb
Deutschlands entstanden wie z. B. die Filme “Der große Diktator“,
“Sein oder Nichtsein“ oder “Das
Leben ist schön“. Dafür wird noch besser als im TV-Bericht
der Zusammenhang zwischen Zeitgeschichte und Humor dargestellt.
Die Frage ob ein guter Witz wirklich etwas bewirken kann bleibt
unbeantwortet, doch für den Erzähler kann er äußerst gefährlich
sein. Auch darüber lässt sich scherzen: “Was gibt´s für neue Witze?
– Drei Jahre Dachau.“
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