Dieser interessant
gestaltete Bildband widmet sich dem Nebenwerk von einem der produktivsten Maler
der bundesdeutschen Nachkriegszeit. Der 1922 geborene Klaus Dill arbeitete dabei
keineswegs für die Schublade. So wurden die beliebten Comics um die tapfere
Hündin "Bessy" (deren Name nicht nur zufällig wie "Lassy"
klingt) zwar vom Belgier Willy Vandersteen gezeichnet. Die Titelbilder
schmückte jedoch fast immer eins der etwa 600 plastisch ausgeführten Gemälde
von Klaus Dill. Da diese Comicreihe im Wilden Westen spielte lag Klaus Dill
diese Aufgabe ganz besonders.
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Am
bekanntesten wurden jedoch die zahlreichen Filmplakate, die Dill
ab 1950 für Filme wie "Die Zeitmaschine" oder "Tanz
der Vampire" malte. Natürlich waren auch Western wie "12
Uhr Mittags" darunter. Doch die Verleihe gingen immer stärker
dazu über weltweit einheitliche Plakatmotive zu verwenden. Daher
suchte Klaus Dill nach einem neuen Tätigkeitsfeld.
Er fand es in den Werken Karl Mays und schuf zunächst ohne Auftrag
zwölf stimmungsvolle Gemälde zu "Winnetou 1", die sich
mehr an der Prosa Mays und weniger an den bekannten Filme orientierten.
Diese Bilder wurden erfolgreich als Kalender vermarktet. Sie sind
jetzt gemeinsam mit 60 weiteren Karl-May-Gemälden und zahlreichen
Skizzen, an denen Klaus Dill bis zu seinem Tode im Jahre 2000 arbeitete,
in diesem schön ausgestatteten Bildband zu bewundern.
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