Die Herausgeber
dieser zweibändigen 007-Enzyklopädie übertreiben ganz sicher nicht,
wenn sie im Klappentext schreiben: “Noch nie gab es einen so detaillierten
Überblick über das Bond-Universum“. Doch um mit “fast 10.000 Einträgen“
protzen zu dürfen, wurde mancher etwas seltsame Beitrag aufgenommen
(bzw. auch nicht aufgenommen, da einige Querverweise ins Leere führen).
So findet sich z. B. unter “Playboy“ eine akribische Auflistung aller
im Herrenmagazin veröffentlichten Ian-Fleming-Romane, die deutlich
interessantere Information welche Bondine sich wann und wo entblößte
sucht der Leser jedoch vergebens. Auch zu Plagiaten und Parodien finden
sich leider kaum Hinweise.
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Ferner
wurde zu einer etwas komplizierten Lexikon-Struktur gegriffen. Wer
einen bestimmten Bond-Film sucht, findet z. B. unter “Goldfinger
(Film)“ lediglich eine (zugegebenermaßen recht umfangreiche)
Inhaltsangabe, aber keinerlei Angaben über Darsteller, Regisseur
oder sonstige Crew-Mitglieder, die nach einiger Blätterei schließlich
unpraktischerweise in eigenen Rubriken zu finden sind. Unter “Goldfinger
(Soundtrack)“ hingegen ist eine Auflistung der CD-Tracks zu
finden (und Angaben über die Chartposition des Titelsongs)
doch die Namen des Komponisten (John Barry) und der Interpretin
(Shirley Bassey) fehlen und zwingen ebenfalls zu umfangreichen Blätterorgien.
Hier wären ein paar erklärende (Vor-)Worte hilfreich gewesen.
Doch
wer die etwas seltsame Struktur der Bücher unter dem “Der
Weg ist das Ziel“-Motto in Kauf nimmt, wird auf der Suche
nach einer speziellen Info ganz sicher eher zufällig auf zahlreiche
wirklich interessante Fakten aus der bunten Welt der Glamourspionage
stoßen.
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