Normalerweise geht Donald Spoto in seinen Biographien nicht sonderlich schonend mit bereits verstorbenen Prominenten um. So schilderte er genüsslich, wie Alfred Hitchcock seine blonden Stars im Trailer bedrängte, wie Laurence Olivier ein Verhältnis mit Danny Kaye hatte und wie Marlene Dietrich ihre erkrankten Liebhaber bekochte und nach deren Gesundung jegliches Interesse an ihnen verlor.
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In
seinem Buch zu Jackie O. hingegen ist Spoto sehr milde gestimmt.
Er schildert Jackies problematische Kindheit mit einer sehr materiellen
und kaltherzigen Mutter. Erfüllung findet sie bei der Beschäftigung
mit Kunst und Literatur. In ihrer Ehe mit John F. Kennedy ist sich
Jackie sehr wohl bewusst, dass der Präsident andauernd Weibergeschichten
laufen hat, doch kurz vor dem Attentat in Dallas sollen sich die
beiden doch noch sehr nah gekommen sein.
Auch die Ehe mit dem temperamentvollen Onassis haute nicht so richtig
hin, da dieser ähnlich wie JFK Jackies kulturellen Interessen kaum
teilte. Nach Onassis Tod fand Jackie dann Erfüllung als Lektorin
verschiedener New Yorker Verlage. Spotos Biographie liest sich flüssig
weg und bietet einen hochinteressanten Streifzug durch die Zeitgeschichte
des letzten Jahrhunderts.
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