Um niemandem ein X für ein U vorzumachen, sollte ich wohl besser von Anfang an eines unmissverständlich klarstellen: Ich bin "Irinas Buch der leichtfertigen Liebe" gegenüber voreingenommen, und zwar wie! Denn Tim Krohn hat es geschafft, mich im Laufe der Lektüre einen solchen Narren daran fressen zu lassen, dass ich mich außerstande sehe, hier ein auch nur ansatzweise kritisches oder gar objektives Urteil abzugeben. Aber sei´s drum: Es gibt ohnehin nur drei Arten von Büchern, nämlich solche, die man mag, solche, die man nicht mag und solche, die man einfach mögen muss. "Irinas Buch der leichtfertigen Liebe" gehört nun einmal in die letztere Kategorie.
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Er (Timka) hat ihr (Irina) eine Liebesgeschichte versprochen, und so "entstehen Nacht für Nacht einige Seiten, die er ihr am Morgen zufaxt. Abends meldet sie sich zurück, lobt ein bisschen ("Du talentierte Sau!"), meckert ein bißchen ("Habt ihr Männer wirklich alle so fürchterlich zu leiden?") und bestimmt schließlich, wie sich die Handlung weiterentwickeln" und zwischen Dunja, Ewa und Jaroslaw in Frankreich, Schweden und Rußland hin- und herspringen soll. Kurzum: Wir haben es formal mit einem Briefroman und inhaltlich mit einer ménage à trois zu tun. Die erotischen und emotionalen Irrungen und Wirrungen der drei Protagonisten (und ihrer zahlreichen Nebenakteure) werden in einen so kunstvoll-kompakt verschlungenen Plot gepackt, dass es
schlichtweg Betrug am Leser wäre, hier preiszugeben, wer letztendlich wen in welchem Land bekommt.
Und wenn ich es nun hierbei belasse, so nicht etwa aus Schreibfaulheit (ich würde mich nur allzu gern des langen und breiten darüber auslassen, was für eine vor Charme schier zerberstende Dreiecksgeschichte der Autor da in der Form eines fiktiven Faxverkehrs zu Papier gebracht hat), sondern lediglich deshalb, weil mir auf dieser Seite nur eine bestimmte Anzahl von Zeilen zur Verfügung steht und ich den gesamten Rest - tut mir leid, wenn es mir nicht im geringsten leid tut, tut es aber nun mal nicht - für den gar nicht oft genug zu wiederholenden nachdrücklichen Hinweis darauf verbrauche, dass jeder, jawohl! JEDER, JEDE und JEDES, der, die das nicht sofort losrennt und sich "Irinas Buch der leichtfertigen Liebe" kauft, leiht oder vorlesen lässt, wirklich ganz alleine selber schuld ist.
Ich wiederhole: Wirklich ganz alleine selber schuld!
Andreas Vollstädt
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