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1980
erschien als Band 2 der Reihe “Grundlagen des populären Films“
bei rororo unter dem Titel “Kino des Phantastischen – Geschichte
und Mythologie des Horror-Films“ ein 188-seitiges Taschenbuch.
Die gebundene Neuausgabe trägt den schlichten Titel “Horror“
und umfasst 1136 Seiten. Diesmal hat Georg Seeßlen nicht
mehr Claudius Weil sondern Fernand Jung als Koautor und sich sehr
viel umfassender und mit dem Genre auseinander gesetzt und auch
aktuelle Strömungen berücksichtigt.
Nachdem auf knapp 100 Seiten die mythologischen Grundlagen
bzw. “Fundamente der Angst“ analysiert wurden, folgt ein äußerst
kurzweiliger meist chronologischer Exkurs durch die Geschichte
des Horrorfilms. Von den deutschen Stummfilmen geht es über
die klassischen Universal-Monster zum Teenage-Horror der 50er
Jahre und den englischen Produktionen der Hammer-Studios. Anschließend
folgt der Splatter-Trash und die immer noch anhaltende Welle von
Stephen-King-Verfilmungen.
Bevor die Werke von Laurel unNicht so richtig
einleuchten will die Platzierung eines weiteren theoretischen
Exkurses zum Thema “Horror und Wirklichkeit: Der Meta-Text der
Angst“ in der Mitte des Buches, bevor es dann mit Tierhorror wie
“Die Vögel“ und “Der weiße Hai“ weiter in der Filmgeschichte
geht. Auch verwundert etwas, dass zu manchem Film lediglich eine
Inhaltsangabe enthalten ist, während gerade Seeßlen
ansonsten doch nie um eine Analyse verlegen ist. Ferner leuchtet
die Gewichtung der einzelnen Filmwerke nicht immer ein. So wird
z. B. “From Dusk Till
Dawn“ genauso knapp abgehandelt wie die x-te Fortsetzung einer
Filmreihe wie “Freitag der 13.“,
während z. B. “John Carpenter´s Vampire“ deutlich ausführlicher
gewürdigt wird. Doch ohne persönliche Vorlieben wäre
ein so umfassendes und lesenswertes Buch ganz sicher gar nicht
entstanden.
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