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1998 ging die Suchmaschine Google online und heute ist
ein “Leben im Netz“ kaum noch denkbar, ohne regelmäßige
Besuche auf der schlicht und freundlich gestalteten Startseite
mit den bunten Buchstaben. “Don´t be evil“ ist zwar das
Motto der von Larry Page und Sergey Brin gegründeten Google
Inc., doch formiert sich hier nicht vielleicht nicht doch eher
ein Big Brother, der uns alle gnadenlos watched?
Der österreichische Journalist Gerald Reischl riskiert
einen Blick hinter die Kulissen des Suchgiganten. Unstrittig ist,
dass Google – wie nahezu jede Firma die online ist – fleißig
Daten hortet und diese auch gewinnbringend einsetzt. Auch nicht
ganz unevil ist es zweifelsohne, wenn Google auf den Druck von
Regierungen (so etwa der chinesischen) Suchergebnisse manipuliert
und Seiten oder Begriffe eliminiert.
Da sich Google natürlich nicht in die Karten gucken
lässt, wie Reischl mehrmals ausführt, stützt sich
sein Buch eher auf Vermutungen (aber auch auf Suchanfragen bei
Google) und versucht aufzuzeigen, was alles technisch möglich
ist. Das ganz gewiss nicht polemisch geschriebene Buch bietet
allgemeinverständlich einen ersten Überblick zum Thema
sowie ein brauchbares Google-Glossar. “Die Google Falle“ dürfte
ängstliche User noch ängstlicher machen (und zu Anonymisierungsdiensten
eilen lassen). Doch auch für dem eher gleichgültigen
Surfer gibt es Hoffnung, denn laut Reischl “könnte sich sehr
wohl etwas entwickeln, was langfristig Google den Rang abläuft.“
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