Jotunland, die Heimat der Frostriesen, ist gerettet, der Drache Gengram schenit tot zu sein. Leider aber auch unser wackerer Drachentöter, Sir Able of the High Heart, der den Kampf mit dem Untier nicht überlebt hat.
Doch in den Welten von Mythgartr ist nicht alles so, wie es scheint, und der Tod beileibe nichts Endgültiges. Als wieder dunkle Wolken über Mythgartr aufziehen kehrt auch Sir Able von den himmlischen Hallen unter die Sterblichen zurück, stärker als je zuvor und darüber hinaus ausgestattet mit der Macht eines Zauberers. Schade nur, dass er versprechen musste, diese neuen Zauberkräfte nicht einzusetzen, und diese daher nur von sehr eingeschränktem Nutzen sind. Wird Sir Able angesichts der neuen Gefahren sein Versprechen gegenüber dem Göttervater halten können? Auch wenn Sir Able durch Magie nun Körper und Kräfte eines Ritters hat und bereits Freud und Leid der Liebe durchmachen musste, innerlich ist er doch der Junge mit dem schlichten Namen Arthur Ormsby geblieben, als der er nach Mythgartr verschlagen wurde
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Nicht
nur das: auch wenn Able während seines Aufenthalts in dem himmlischen
Hallen von Skai nicht gealtert ist, sind auf Mythgartr mehr als
20 Jahre vergangen. Haarsträubende neue Gefahren warten auf unseren
Helden: die grausamen Frostriesen, die kannibalischen Osterlinge,
und nicht zuletzt einmal mehr die amourösen Verwicklungen der Minne.
Aber was ein echter Ritter ist, den kann so etwas nicht erschrecken...
Die
langersehnte Fortsetzung der Mythgartr-Saga! Bunter und rasanter
als der erste Teil, wissen Sir Ables seltsame Abenteuer erneut zu
begeistern. Pfiffig Wolfes erzählerischer Kunstgriff, Able-Arthur
die Ereignisse in einem Brief an seinen in unserer Welt zurückgebliebenen
Bruder Ben zu erzählen, mit Anspielungen auf Ereignisse, von denen
wir erst viel später im Buch erfahren – oder aber überhaupt nicht.
Ob da schon eine –durchaus wünschenswerte- Fortsetzung der Mythgartr-Saga
angedacht ist?
Fazit:
“Der Ritter“, der erste Teil dieses
Zweiteilers, litt etwas unter erzählerischen Längen, der Nachfolgeband
“Der Zauberer“ hat diese kleinen Schwächen überwunden und wartet
mit sprachgewaltiger und ungemein fesselnder Fantasy auf. Gene Wolfe
ist mit dieser Fantasy-Saga mit deutlichen Anklängen an die nordische
Sagenwelt ein unbedingt lesenswertes Werk der gegenwärtigen phantastischen
Literatur gelungen, das uneingeschränkt empfohlen werden kann.
Stefan
Meduna
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