Yorkshire, 1996: Detective Constable Karen Sharpe erwacht mit einem fürchterlichen Kater nach einer durchzechten Nacht, und das ist nicht das einzige, was an diesem Morgen fürchterlich sein soll. Ihr Kollege Phil Leech sowie die Informantin Fiona Mitchell sind ermordet worden, eiskalt und professionell mit Kopfschüssen exekutiert. Eigentlich hätte Karen bei diesem Einsatz dabei sein sollen, Phil hatte sie wegen ihres Rauschs am Vorabend aber zuhause abgesetzt. Karen fühlt sich verständlicherweise schuldig und macht sich daran, den oder die Mörder zu fassen.
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Eine
SoKo wird für den Fall des Polizistenmords eingesetzt, der
auch Karen angehört. Weniger wegen ihrer Fähigkeiten als
wegen ihrer Vertrautheit mit dem Drogenfall, mit dem die Ermittler
Sharpe und Leech beschäftigt waren. Doch Karen zweifelt an
dem Verdacht der Kommission, der Täter stamme aus diesem Milieu
und ermittelt auf eigene Faust. Die Spuren aber führen Karen
auf eine unheimliche Fährte in ihre eigene Vergangenheit, und
ihr kommt ein furchtbarer Verdacht: hat der Täter einen fatalen
Fehler begangen und sollte eigentlich sie selbst das Opfer sein?
Der erste Roman um die Polizeidetektivin
Karen Sharpe (im Original schon 2003 erschienen). Bis heute sollten
noch drei weitere folgen. Autor John Connor ist selbst bei der britischen
Staatsanwaltschaft beschäftigt und folgt damit dem neuen Modetrend
für Juristen, auch als Thrillerautor erfolgreich zu sein.
Fazit: Kein Oldschool-Krimi, hier
steht die –überaus detailreich geschilderte- Polizeiarbeit
im Mittelpunkt. Trotzdem haben die Krimis um Detective Karen Sharpe
mit ihrer tragischen und absolut nicht sympathischen Heldin einen
überaus kontroversen Hauptcharakter, der die Reihe aus dem
schier unübersichtlichen Wust ähnlich gestrickter Romane
deutlich hervorhebt.
Stefan
Meduna
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