Auf eine Fortsetzung
des möglicherweise besten (oder dichtesten oder romantischsten) Filmes aller
Zeiten hat mit Sicherheit niemand wirklich gewartet. Doch anscheinend plante die
Produktionsfirma Warner Brothers bereits 1943 eine Fortsetzung von
"Casablanca", die sich auch mit der Vorgeschichte der liebgewonnenen
Figuren auseinandersetzen sollte.
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Einen
ähnlichen Weg geht jetzt Michael Walsh. Er schildert nicht nur die
weiteren Abenteuer, die Rick Blaine, Ilsa Lunt, Victor Laslo, Captaine
Renault und der Pianist Sam zunächst in London und dann in Prag
(bei einem dort tatsächlich stattgefundenen Attentat auf Reinhard
Heydrich, der sich durch sein rücksichtsloses Vorgehen als Hitlers
Stellvertreter qualifizierte) erleben. Einen großen Raum im nicht
ganz dünnen Buch füllt auch die Vorgeschichte des von Humphrey Bogart
verkörperten zynischen Nachtclubbesitzers Rick Blaine.
Laut Walsh war dieser zuvor ein jüdischer Gangster namens Yitzik
Baline, der bereits in New York einen Nachtclub führte und durch
die aktive Teilnahme an einem Bandenkrieg die USA verlassen musste.
Gerade die von Walsh in seinem Buch zwar sehr sorgfältig ausgeschmückte
Vor- und Nachgeschichte zeigt erst recht wie meisterlich der Film
"Casablanca" tatsächlich gestaltet ist. Der Zuschauer
erhält nicht mehr Informationen über die Hauptfiguren als nötig
und gerade ihre etwas geheimnisvolle Vergangenheit fasziniert um
so stärker. Ähnlich verhält es sich mit dem sehr offenen Ende des
Filmes. Dies ist zwar sehr melancholisch. Zugleich wird aber auch
Hoffnung geweckt, wenn auch nicht unbedingt auf eine Fortsetzung.
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