Vorsichtigerweise
ist im Vorwort dieses voluminösen Buches zu lesen, dass die "erste
Bestandsaufnahme eines schier unüberschaubaren Gebietes" sein soll und
daher "der Benutzer aufgefordert wird, Lücken zu füllen und Vorschläge
für zusätzliche Einträge zu machen." Bisher gab bei uns es in der Tat
recht wenig Literatur zum Thema Filmmusik. 1995 erschien als Band 222 der Heyne
Filmbibliothek die Übersetzung eines Buches, in dem sich Tony Thomas recht
umfassend mit 25 einflussreichen Filmkomponisten der dreißiger und vierziger
Jahren auseinander setzte.
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Jürgen
Wölfer und Roland Löper streben hingegen an, jeden Komponisten alphabetisch
geordnet aufzuführen, der jemals im Bereich Film tätig war und wenn
er auch nur einen einzigen Song beisteuerte. Die vielen Einträge
und die umfangreiche Auflistung möglichst aller Arbeiten der jeweiligen
Komponisten ließen dabei wenig Raum für ausführliche Biographien,
selbst dort wo genügend Informationen problemlos zur Verfügung stehen.
So wird Bernard Hermann ("The
Day the Earth stood still") zwar völlig zu Recht als der
"bedeutendste Filmkomponist aller Zeiten" aufgeführt,
aber seinem Lebenslauf dennoch nur 25 Zeilen eingeräumt.
Ansonsten waren bei ersten Gebrauchstests bisher keine wesentlichen
Lücken zu entdecken und beim Blättern kann so mancher interessanter
Fakt aufgefunden werden. So ist z. B. zu erfahren, dass Leonard
Bernstein ("West Side Story") seinen einzigen Filmmusik
für "Die Faust im Nacken" komponierte und dass Danny Elfman
("Sleepy Hollow")
seine ersten Soundtrack für einen Film seines Bruders Richard schrieb.
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