Immer wieder wird
behauptet, das Buch "1000 Jahre deutscher Humor" wäre eins der
dünnsten Bücher der Welt. Meist wird behauptet diese Behauptung stamme von
einem Engländer (mal ist es David Niven, mal Winston Churchill und mal Peter
Ustinov). Daher wird diese Behauptung hierzulande auch recht gerne zitiert und
dabei immer wieder die der englische Humor gepriesen.
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Seit
1987 findet parallel zur "documenta" auch eine sogenannte
"Caricatura" statt, die immer unter einem Schwerpunktthema
steht. 2002 bei der Caricatura IV drehte sich alles um das deutsche
Humordefizit und die englische Witzüberlegenheit. Anlässlich dieser
Ausstellung erschien bei Lappan ein Buch mit Zeichnungen von Karikaturisten
wie Peter Gayman, ©Tom, Rattelschneck oder Erich Rauschenbach.
Die teilweise köstlichen Einfälle dieser Zeichner wecken Hoffnungen
bezüglich der Qualität und Lachbarkeit des deutschen Humors. Doch
da es sich bei dem Buch um einen Ausstellungskatalog handelt, sind
auch Texte enthalten, die (abgesehen von Robert Gernhardts umfassender
Untersuchung über Lichtenberg, Busch, Morgenstern, Tucholsky und
Kästner) knochentrocken und gewollt witzig daher kommen. Niven,
Churchill und Ustinov, ihr habt gar nicht so unrecht, dieses Buch
über den deutschen Humor wäre witziger, wenn es dünner wäre.
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