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Der Kriminalbeamte Emil Cinq-Mars ist eine Art lebende
Legende in den Polizeikreisen Montreals – seine Ermittlungserfolge
verdankt er nicht zuletzt seinem geschickt aufgebauten Netz von
Informanten. Schade nur, wenn einer davon ermordet wird – noch
dazu bevor er auspacken konnte.
Cinq-Mars
interessieren weniger die aktuellen Bedrohungen Montreals wie
die ausufernde Bandenkriminalität, sondern mehr klassische
Verbrechen wie ein Mordfall. Sein neuer Fall kommt ihm da sehr
entgegen, denn an Morden mangelt es in seinem Zusammenhang nicht…
doch Cinq-Mars muss feststellen, dass die Taten weit von einem
guten alten "Whodunit?“-Kriminalfall entfernt sind,
sondern weite Kreise darin verstrickt sind. Zu guter Letzt kommt
ihm auch noch ein furchtbarer Verdacht: es muss einen Verräter
in Polizeikreisen geben. Cinq-Mars kann niemandem mehr vertrauen...
"John Farrow“ ist ein Pseudonym des kanadischen
Literaten Trevor Ferguson. Nach einigen zumindest von der Kritik
geschätzten hochgeistigen Werken beschloss er, dass es an
der Zeit für eine Änderung wäre und schuf mit "Eishauch“
seinen ersten Thriller. Mit dem literarischen Morden kam dann
auch der ersehnte kommerzielle Erfolg als Autor – auch wenn Ferguson
mehr als 30 magere Jahre lang darauf warten musste.
Fazit:
"Eishauch“ hinterlässt einen etwas zwiespältigen
Eindruck: zwar fängt der Thriller stark an, verstrickt sich dann
aber im Gewirr der diversen Handlungsstränge und zieht sich damit
etwas in die Länge. Nichtsdestotrotz besticht er durch atmosphärische
Dichte und überzeugende Charaktere, allen voran der kauzige Ermittler
Cinq-Mars. Man kann nur hoffen, dass wir bald weitere seiner Fälle
auf Deutsch lesen dürfen.
Stefan
Meduna
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