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Der Ansatz vom TV-Journalist Thomas Kausch mutet etwas naiv an: Nachdem
Barack Obama US-Präsident wurde, dürfen wir Deutschen die Amis
den Amis begeistert zurufen: “Schön, dass wir Euch wiederhaben!“
Unter diesem Motto bereist er die USA – seine Stationen sind Washington,
Chicago, Dallas, San Francisco, Santa Barbara, Los Angeles und
Palm Beach - um erste Anzeichen für einen Wandel zu finden.
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Dabei gelingt es ihm nicht Gespräche mit Promis zu führen (lediglich
der “Species“-Regisseur
Roger Donaldson hat kurz Zeit für ihn). Dass Kausch etwas seitenschindend
seine gescheiterten Bemühungen um Termine bei George W. Bush oder
Leonardo DiCaprio dokumentiert (und aus einer Ablehnungsmail von
Larry Hagman gar das Wort “unwiderstehlich“ für den Klappentext
entnimmt) ist die einzige Schwäche des Buches. Äußerst lebendig
schildert der Autor seine ersten Eindrücke der Städte sowie die
Erlebnisse mit Taxifahrern und wie wichtig die Tipps von Hotelangestellten
insbesondere der Concierges sind. Diesen verdankt Kausch einige
höchst interessante Gesprächspartner – vom Ölbohrer zum deutschen
Stanfort-Uni-Präsidenten über den weißen afroamerikanischen Speerwerfer
bis hin zum als Barkeeper arbeitenden Ex-Polizisten, deren Ansichten
einen vielschichtigen Einblick in die US-Seele bieten und dabei
auch eigene Interpretationen zulassen.
Kausch hat von seinen Gesprächspartnern meist Handy-Fotos geschossen
und diese den einzelnen Kapiteln voran gestellt. Es überrascht
wie offen die Interviewten über ihre politischen Ansichten reden.
Auffallend ist, dass bei Ehepaaren oft nur eine (und meist die
weibliche Hälfte) für Obama gestimmt hat. Generell ist eine Erleichterung
darüber zu spüren nicht mehr der “Buhmann der Welt“ zu sein und
somit wohl auch froh darüber sind, dass “wir sie wiederhaben“.
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