Die Bibliothekarin
Jane Kerry findet eines Tages an ihrem Arbeitsplatz einen an sie adressierten
Umschlag vor. Darin befindet sich ein nagelneuer Fünfzig-Dollar-Schein
und die von einem gewissen MOG (“Master of the Game“)
verfasste Aufforderung den nächsten Umschlag zu suchen. Jane
findet diesen auch recht schnell. Diesmal sind 100 Dollar enthalten
und sie soll die doppelte Summe bekommen, wenn sie eine eher harmlose
mitternächtliche Aufgabe erledigt.
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Jane
lässt sich auf das Spiel ein. Die Aufgaben werden gefährlicher.
Einmal wird sie fast von einem Hund zerfleischt, ein anderes Mal
beinahe von Berbern vergewaltigt. Doch Jane setzt das Spiel fort,
denn mit jedem weiteren Umschlag verdoppelt MOG zuverlässig
den enthalten Geldbetrag. Auch die Tatsache, dass der geheimnisvolle
Gamemaster sie nachts klammheimlich in ihrem Appartement aufsucht
und auf ihrer Haut in Spiegelschrift geschriebene Nachrichten hinterlässt,
macht Jane eher an. Sie ist süchtig nach dem Spiel und schleicht
Mitternachts durch die Straßen, selbst wenn es keine Aufgaben
zu erfüllen gibt. Doch als es bei der zehnten Aufgabe um 51.200
Dollar geht, konfrontiert sie MOG mit unvorstellbarem Terror...
In seinen zuvor in der Heyne Hardcore Reihe erschienen Romanen “Rache“
und "Die Insel" setzte
Richard Laymon auf eine eher plumpe nicht gerade unblutige (aber
ebenfalls recht effiziente) Spannungsdramaturgie, die an rohe Splatterfilme
erinnert. “Das Spiel“ hingegen gestaltet der 2001 verstorbene
Autor als hochspannenden Psychothriller mit wohldosierten Härten
und einigen (dringend benötigten) Spritzern Humor. Der Leser
stellt sich dabei beständig selbst die Frage, ob er sich genau
wie Jane auf das beständig schlimmer werdende Spiel eingelassen
hätte. Doch eins ist auf alle Fälle sicher: Es ist nahezu
unmöglich das einmal angefangene Buch wieder aus der Hand zu
legen.
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