1984 erschien ein
Roman namens "Der Talisman". Hierin versuchten Stephen King und Peter
Straub, genau 100 Jahre nach Mark Twains "Tom Sawyer", dessen
Namensvetter Jack Sawyer zu neuen Abenteuern entlang des Mississippi zu
schicken. Sie ließen die Geschichte dabei sowohl in der Gegenwart als auch in
einer märchenhaften Welt spielen, in der "Twinner" genannte Doubles
der Menschen lebten. Die voluminöse Schwarte war in ihren Fantasy-Bestandteilen
nicht besonders phantasievoll und lose mit den ebenfalls etwas nervigen Büchern
um den "Schwarzen Turm" verbandelt. Zwischen den zahlreichen
gelungeneren Werken Kings (nahezu zeitgleich erschienen "Friedhof der
Kuscheltiere", "Christine" und der Bachman-Roman "Thinner -
Der Fluch"), die der damals voll in Saft und Kraft stehende King nur so
rausrotze, fiel "Der Talismann" nicht sonderlich auf.
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Doch die letzten Werke Kings (siehe
unten) waren zwar nicht unbedingt schlecht und enthielten genügend
kleine geniale Momente um die Lektüre zu rechtfertigen. Doch ein
richtiges gutes Buch, im Sinne von dem was die Amis einen "Pageturner"
nennen, gelang King erst jetzt wieder in Zusammenarbeit mit Peter
Straub. "Das schwarze Haus" ist eine Art Fortsetzung von
"Der Talisman" und ein deutlich älter gewordener Jack
Sawyer ist die zentrale Figur des Buches. Dieser hat sich nach einigen
frustrierenden Jahren bei der Mordkommission von Los Angeles in
den Ort French Landing inmitten der Wälder von Wisconsin zurückgezogen,
denn er hat sich in die idyllische Gegend verliebt. Doch plötzlich
taucht dort ein "Fisherman" genannter Serialkiller auf,
der in direkter Verbindung zur Fantasywelt aus "Der Talisman"
steht.
Zum Glück hält sich diesmal der Fantasy-Anteil diesmal in erfreulichen
Grenzen. Stattdessen bieten uns Straub und King einen ganzen Haufen
prachtvoll durchcharakterisierter Gestalten um deren Schicksal sich
der Leser wirklich sorgt. Herausragend die "Thunder Five"
ein Haufen gebildeter, sensibler und bierbrauender Motorradrocker
oder ein blinder Radiomoderator, der seine gespaltenen Persönlichkeiten
durchaus gewinnbringend einsetzt. Schon die Einführung der Figuren
und ihrer Umgebung in Form einer Luftaufnahme ist beeindruckend.
Dieses Buch und die ebenfalls gelungene TV-Miniserie "Stephen
Kings Haus der Verdammnis" lassen in Zukunft noch einiges
von King (und Straub) erwarten.
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Mädchen", "Der Sturm des Jahrhunderts",
"Atlantis",
"Duddits", "Der
Buick" und dem "Stephen
King - Lexikon"
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