Wer bisher annahm
ein Literaturlexikon sei eine eher nüchterne und trockene Angelegenheit, wird
jetzt vom Harenberg Verlag eines Besseren belehrt. Nicht weniger als 1000
Bücher werden in diesem voluminösen Werk abgehandelt und schon der
Schutzumschlag weist die Richtung. Hierauf abgebildet sind die höchst
unterschiedlichen Titelbilder der Erstausgaben von höchst unterschiedlichen
Büchern wie Salman Rushdies "Satanische Verse", Joanne K. Rowlings
"Harry Potter und der Stein der Waisen", Stephen W. Hawkins "Eine
kurze Geschichte der Zeit", James Joyces "Ulysses" und Ottfried
Preußlers "Räuber Hotzenplotz".
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Das
"Buch der Bücher" ist dann auch im Innenteil ebenso optisch
ansprechend aufgemacht. Von den meisten der besprochenen Bücher
findet der Leser auch farbige Titelbild-Reproduktionen der jeweiligen
Erstausgabe. Gegliedert ist das Buch alphabetisch nach Autoren.
Nach einer kurzen Biographie folgt die allgemein verständliche Beschreibung
eines wichtigen Werkes (bei Autoren wie Thomas Mann können es auch
schon einmal fünf Bücher werden), die gegliedert ist in Entstehung,
Inhalt, Struktur und Wirkung.
Positiv hierbei ist, dass nicht nur Literatur-Nobelpreisträger aufgeführt
werden, sondern auch aufsehenerregende Werke (wichtig bei der Auswahl
war nicht der Autor, sondern die Wirkung des Buches) wie Isaac Asimovs
"Ich, der Robot", Astrid Lindgrens "Pippi Langstrumpf",
Arthur Conan Doyles "Sherlock Holmes" und Karl Mays "Winnetou"
gleichberechtigt und ohne Vorurteile besprochen werden. Ein Buch,
dass wirklich Appetit auf viele der besprochenen Autoren und Bücher
macht.
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