Venedig veranstaltet
regelmäßig die Biennale inmitten eines natürlich am Wasser gelegenes
parkartigen Geländes. Dieses ist mit zahlreichen Pavillons bebaut, deren 1938
neu gestaltete Außenarchitektur eine gewisse Nähe zum Bombast von Mussolinis
Faschismus nicht leugnen kann. Alle zwei Jahre werden dann internationale
Künstler ernannt, die versuchen sollen diese Pavillons aufzumotzen.
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2001 wurde Gregor
Schneiders Beitrag für den deutschen Pavillon der 49. Biennale mit dem
Goldenen Löwen ausgezeichnet. Seine Idee war ebenso simpel wie wirkungsvoll.
Schneider entnahm einem ansonsten nicht öffentliche zugänglichen Hauses in
Rheydt große Teile der ziemlich heruntergekommenen Inneneinrichtung und
verlegte sie in den repräsentativen Pavillon.
Das vorliegende Buch enthält zahlreiche großformatige Farbfotos, die Gregor
Schneider selbst anfertigte. Auf diese Weise lässt sich ein Rundgang durch
das "Tote Haus ur" auch nach dessen Demontage bequem nachvollziehen.
Hinter der pompösen Fassade lauern heruntergekommene eigentlich nicht
vorzeigbare Räume. Ob dies Sinn macht oder nicht, darf der Betrachter selbst
entscheiden, denn das Buch verkneift sich jeglichen Kommentar.
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