Legend of Tarzan

Mit dem Schweden Alexander Skarsgård wurde ein neuer Kino-Tarzan gekrönt, der die Liane von Johnny Weissmüller, Lex Barker und Christopher Lambert übernahm. Bei seinem ersten Leinwand-Auftritt trägt er im neuen Film jedoch keinen Lendenschurz, sondern stellt sich in London voll bekleidet als John Clayton III, Lord Greystoke vor. Das ist ganz im Sinne vom Tarzan-Schöpfer Edgar Rice Burroughs, der den Herrn des Dschungels als jemanden beschrieb, der sich auch in der englischen Oberschicht behauptet, denn wahrer Adel setzt sich auch durch, wenn Affen als Eltern-Ersatz dienten.

Legend of Tarzan

So weit, so werkgetreu, doch das Drehbuch zum neuen, vom “Harry Potter“-Regisseur David Yeates inszenierten Film, lässt Tarzan in einer Zeit agieren, als Edgar Rice Burroughs noch ein kleiner Junge war. Während dessen Tarzan seine ersten literarischen Abenteuer kurz vor dem Ersten Weltkrieg erlebte, ist der neue Kino-Dschungelfürst bereits knapp 30 Jahre früher aktiv und engagiert sich handgreiflich gegen belgische Kolonisten, die in seiner alten afrikanischen Heimat die Sklaverei wieder eingeführt haben. Nicht ungern verlässt er seinen englischen Adelssitz, ist aber nicht eben froh darüber, dass ihn seine eigensinnig Gemahlin Jane (Margot Robbie, die Harley Quinn aus der DC-Comicverfilmung “Suicide Squad“ zu sehen) mit in den Dschungel begleitet…

Legend of Tarzan

Bemerkenswert an “Legend of Tarzan“ ist, dass zwei tatsächlich existierende Charaktere eine wichtige Rolle spielen und beiden von Quentin-Tarantino-Stammschauspieler verkörpert werden. Samuel L. Jackson ist als US-Politiker George Williams Washington zu sehen, der Tarzan bittet ihn in den Kongo zu begleiten. Dort bekommen sie es mit dem belgischen Offizier Léon Rom zu tun, den Christoph Walz mit geballter Bösartigkeit auf die Leinwand zaubert.

Legend of Tarzan

Trotz seines Budgets von 180 Millionen Dollar ist “Legend of Tarzan“ immer wieder anzusehen, dass hier häufiger Computeranimationen als echte Landschaften und Tiere zum Einsatz kamen. Die halbwegs ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Kolonialismus will nicht immer so recht zu der naiven (aber werkgetreuen) Abenteuerlichkeit der Geschichte passen. Doch die durch die Bank guten Darsteller reißen eine Menge raus und manchen den Film zu einer insgesamt recht erfreulichen Wiederbegegnung mit Tarzan.

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Über

April 1945: Die deutsche Wehrmacht scheint besiegt zu sein. Doch plötzlich taucht eine Truppe von “Panzersoldaten“ auf, die unbesiegbar zu sein scheint. Darunter befinden sich auch die menschlichen “Schlachtschiffe“ Siegmund, Siegfried und Sieglinde, die mit brutaler Gewalt verhindert, dass die Rote Armee Berlin erobert. Doch eine der Wissenschaftlerinnen, die beim Entwickeln der deutschen Super-Soldaten beteiligt war, gelingt es sich nach Großbritannien abzusetzen um im Auftrag von Winston Churchill ein Gegenprogramm zu entwickeln…

Über

Für den US-Verlag Avatar Press entwickelte der, auch für Marvel tätige, britische Autor Kieron Gillen („Wolverine – Origin II„) die Serie “Über“, die der afro-amerikanische Zeichner Caanan White in Szene setzte. Bei Avatar Press erscheint die mittlerweile auf 30 US-Hefte angewachsene Reihe im Umfeld von Horror-Comic-Serien wie “Lady Death“, “George A. Romero`s Night oft the Living Death“ oder “The Drive-In“ nach Joe R. Lansdale. Garth Ennis veröffentlicht hier Comics wie “Crossed“ oder “Red Rover Charlie“.

Über

Auch Alan Moore (“Watchmen“, “V for Vendetta“) ist mit seinen an H. P. Lovecraft orientierten Comics wie “Neonomicon“ oder “Providence“ bei Avatar Press vertreten und schreibt auch gerne zu Werbezwecken ein paar nette Worte über die Werke seiner Kollegen. So meint er etwa, dass “Über“ ein “akribisch und sorgfältig ausgearbeitetes Stück erweiterte Parallelgeschichte“ ist, gegen das “die meisten anderen Vertreter dieses Subgenres offen gestanden schlampig aussehen“.

Über

Trotz des Lobs von Moore meldet Marc-Oliver Frisch im Vorwort der deutschen Ausgabe von Panini einige Bedenken zu “Über“ an: “Der Grat zwischen gewinnbringenden literarischen Experiment und voyeuristischen Nazi-Trash bleibt schmal.“ Ähnlich sieht es auch Kieron Cullen selbst, der zu jedem der sechs im ersten “Über“-Sammelband enthaltenen US-Heften noch ein selbstrechtfertigendes Vorwort verfasste. Diese Texte, in denen Cullen u. a. hofft, dass die Leser “keinen Gefallen“ an seiner Serie finden, hat Panini dankenswerterweise mit in die deutsche Ausgabe aufgenommen.

Über

Ich persönlich halte “Über“ – trotz der sorgfältig recherchierten Berliner Straßennamen – eher für eine trashige Serie, die sehr viel weniger an der Schilderung eines alternativen Geschichtsverlaufs, als am in Szene setzten von blutiger Action interessiert ist.

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Alan Moore: Neonomicon

Um nicht zu hohe Erwartungen zu erwecken, ist im Vorwort zu diesem Band zu lesen, dass Comiclegende Alan Moore (“Watchmen“, “From Hell“) diese Serie schrieb, weil er “eine Steuernachzahlung erwartete und das Geld brauchte“. Außerdem ist zu erfahren, dass Moore ohnehin nur vier der sechs in diesem Sammelband enthaltenen Hefte textete. Die ersten beiden Ausgaben tragen den Titel “The Courtyard“ und wurden nach einem Prosawerk von Moore von Anthony Johnston adaptiert.

Alan Moore: Neonomicon

Hauptfigur ist hier ein FBI-Agent namens Aldo Sax, der eine eigenwillige Anomalie-Theorie entwickelt hat. Er ermittelt damit in einer Serie von nahezu identischen Ritualmorden, die von völlig unterschiedlichen nicht miteinander bekannten Tätern begangen wurden. Sax ist zwar auf der richtigen Spur, wird aber schließlich selbst zum Mörder und landet in einer geschlossenen Anstalt. Hier setzt die von Moore getextete vierteilige Miniserie “Neonomicon“ an, die von Sax’ Kollegin Merril Brears erzählt. Diese wird mit noch seltsameren Vorkommnissen konfrontiert.

Alan Moore: Neonomicon

Hauptinspirationsquelle sind die seltsamen Bücher vom merkwürdigen H. P. Lovecraft, die von uralten den Menschen nicht eben freundlich gesinnten Göttern und dem geheimnisvollen Buch Necronomicon handeln. An diesem sogenannten Cthulhu-Mythos haben bereits andere Autoren wie Robert Bloch („Psycho“), Robert E. Howard („Conan“) oder Wolfgang Hohlbein herumgeschraubt und jetzt eben auch noch Alan Moore.

Alan Moore: Neonomicon

Sein “Neonomicon“ ist recht gutes Fantasy-Horror-Lesefutter. Dabei kann der von Anthony Johnston adaptierte zweiteilige Prolog “The Courtyard“ durch seinem strengen Bildaufbau mit zwei Hochkant-Panels pro Seite und sehr viel Moore-Prosa als innerer Monolog der Hauptfigur etwas stärker überzeugen als das dann doch gar nicht so große Finale. Die sexsüchtige FBI-Agentin Merril Brears erinnert hier eher an eine Figur aus dem kranken Universum von Garth Ennis (“Preacher“, “Rover Red Charlie“), was nicht verwundert, denn der Zeichner Jacen Burrows setzte auch schon dessen “Die Chroniken von Wormwood“ ansprechend ekelig in Szene.

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Skydoll Collection

Mit ihrer äußerst attraktiven Science-Fiction Heldin Noa, einer Puppe mit Seele, die alle 33 Stunden aufgezogen werden muss, schufen die italienischen Comickünstler Alessandro Barbucci und Barbara Canepa (“Monster Allergy“, “W. I. T. C. H.“) eine populäre Heldin. Die Serie “Skydoll“, zu der auch ein bereits vergriffenes Artbook (“Doll´s Factory“) vorliegt, überzeugt durch gediegene Graphik und abgefahrene Ideen.

Skydoll Collection

Doch neben der bei uns zunächst bei Carlsen und dann bei Splitter erschienenen Comic-Reihe, überraschten Barbucci und Canepa mit einem völlig anderen ebenfalls in Serie gegangenen Konzept. Für die “Skydoll Collection“ verfassten sie Kurzgeschichten in denen Noa verschiedene Berufe wie Taxifahrerin oder Cowgirl ausübt. Diese ließen sie von verschiedenen internationalen Comickünstlern wie den Chinesen Benjamin oder den in Algerien geborenen Zeichner Riff Reb’s in Szene setzen.

Skydoll Collection

Das Resultat ist optisch und inhaltlich ein wilder Fantasy-Ritt, der durch die unterschiedlichen aber immer äußerst ansprechenden Zeichenstile ebenso fasziniert durch ungewöhnliche Ideen. So muss Noa etwa eine Kuhherde vor milchsaugenden Kröten retten oder auf die Schnelle Ersatz für einen von einem Straßenköter verspeiste Reliquie besorgen. Auch das Layout des Bandes und die Skizzen im Anhang sind exquisit und kommen in der wunderschön aufgemachten Splitter-Ausgabe bestens zur Geltung.

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Muhammad Ali

Muhammad Ali stand bereits im Zentrum eines spektakulären Comics von Neal Adams, in dem er gegen Superman kämpfte und natürlich gewann. Auch die von Sybille Titeux gezeichnete und von Amazing Améziane geschriebene Comic-Biographie beschäftigt sich mit Alis außergewöhnlichen Fähigkeiten als Boxer.

Muhammad Ali

Auf mehreren Seiten werden seine legendären Kämpfe gegen George Foreman (“Rumble in the Jungle“) und Joe Frazier (“A Thrilla in Manila“) mitreißend in Szene gesetzt. Nicht ausgespart wird aber auch der Psychoterror, den Ali vor den Fights gegen seine Gegner anwendete (und für den er sich später bei Frazier entschuldigte).

Muhammad Ali

Doch in erster Linie handelt die Comic-Biographie von einem hochpolitischen Menschen, der auch außerhalb des Rings kämpfte. Als Muhammad Ali, der 1967 bereits Olympia-Sieger und Weltmeister im Schwergewicht war, zum Wehrdienst eingezogen werden sollte, sagte er den bemerkenswerten Satz: „Ich habe überhaupt kein Problem mit dem Vietkong, kein einziger Vietkong hat mich je als Nigger beschimpft.“ Als er sich weigerte in der US-Army zu dienen, wurde ihm sein Titel aberkannt und erst 1970 erlaubte ihm der Oberste Gerichtshof der USA wieder zu boxen.

Muhammad Ali

Als er noch Cassius Clay hieß, aber bereits ein bekannter Boxer war, wurde Ali in seinem Heimatort Louisville in einem Restaurant wegen seiner Hautfarbe nicht bedient. Daraufhin schrieb er “Nigger“ auf seine Olympische Goldmedaille und warf diese in den Ohio River. Dieser Moment wird in der ansonsten farbig bibilderten Biographie auf einer beeindruckenden schwarzweißen Seite mit einem an Frank Millers Comic-Klassiker “Sin City“ erinnernden Layout in Szene gesetzt.

Muhammad Ali

Der Comic widmet sich auch Alis Freundschaft zu Malcolm X und seiner nicht unkomplizierten Beziehung zur “Nation of Islam“. Ohne dass es den Lesefluss bremst, werden Biographien von Zeitgenossen und Informationen über historische Ereignisse in die Erzählung mit eingeflochten. Dadurch bietet das Buch nicht nur reichlich Stoff zum Lesen, sondern auch zum Nachdenken.

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Unfall im Weltraum

Nachdem der Brite Gerry Anderson großen Erfolg mit seiner 32-teiligen Marionetten-Serie „Thunderbirds“ hatte, produzierte er 1969 einen Kinofilm mit “richtigen Darstellern“.

Unfall im Weltraum

“Unfall im Weltraum“ trug im Original den deutschen Titel “Doppelgaenger“ und hieß außerhalb von Europa “Journey to the Far Side of the Sun“. Obwohl der Film seinerzeit kein Erfolg an der Kinokasse wurde, ist er in vielerleii Hinsicht sehr bemerkenswert. Die Geschichte hat eine äußerst originelle Grundidee und erzählt von einem Planeten, der auf der selben Umlaufbahn wie die Erde um die Sonne kreist. Er blieb jedoch unentdeckt, da er immer hinter der Sonne verborgen blieb. Eine Raumexpedition zur “zweiten Erde“ wird gestartet und scheitert ziemlich grandios.

Unfall im Weltraum

“Unfall im Weltraum“ startete ein Jahr nach “2001: Odyssee im Weltraum“. Nicht nur in Sachen psychedelischer Bildsprache, nicht völlig klarer Geschichte und akribischer Schilderung von Raumfahrt-Missionen, erinnert Andersons Film an Stanley Kubricks Klassiker. Auch die Spezialeffekte von “Unfall im Weltraum“ können sich heute noch sehen lassen. Verantwortlich hierfür war Derek Meddings, der sich durch seine beeindruckenden Modell-Tricks für künftige James-Bond-Filme und die “Superman“-Reihe qualifizierte.

Unfall im Weltraum

Gerry Anderson produzierte nach “Unfall im Weltraum“ wieder fürs Fernsehen. Der Film inspirierte ihn zu seiner wohl besten Serie “UFO – Weltraumkommando S.H.A.D.O.“. Hier übernahm er aus dem Kinofilm nicht nur Darsteller wie Ed Bishop oder George Sewell, sowie auch einige der Kulissen und die tricktechnische Raffinesse.

Unfall im Weltraum

Die Blu-ray von Koch Media enthält neben dem 102-minütigen ungekürzten Hauptfilm (wahlweise mit Audiokommentar von Gerry Anderson, ohne deutsche Untertitel) noch die kürzere deutsche Fassung (97 min), alternative Szenen (2:25 min), den deutschen Vorspann (2:31 min), den britischen Vorspann (2:27 min), zwei britische Trailer (3:03 min + 0:58 min) und eine Galerie mit 54 Fotos und Werbematerialien.

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Thunderbirds

1964 startete der Brite Gerry Anderson („UFO„, „Mondbasis Alpha 1“) die 32-teilige Puppen-Serie „Thunderbirds“. Berichte über das Grubenunglück in Lengede brachten ihn auf die Idee mit einem weltweit operierenden Rettungsteam.

Thunderbirds

Der Erfolg der Western-Serie „Bonanza“ inspirierte ihn dazu ebenfalls eine mutterlose Familie mit vielen Söhnen in den Mittelpunkt zu stellen. „Thunderbirds“ wurde zu einem gewaltigen Erfolg. 1966 und 1968 entstanden zwei Kinofilme.

Thunderbirds

In “Thunderbirds are go“ (1966), der unter dem Titel „Feuervögel startbereit“ auch in den deutschen Kinos lief, versucht die Rettungs-Familie Tracy zu verhindern, dass eine Mars-Expedition Sabotageanschlägen zum Opfer fällt.

Thunderbirds

Die Marionetten wirkten auf der großen Leinwand zwar noch steifer als im Fernsehen, doch die Spezialeffekte mit den Starts und Landungen der fantasievoll gestalteten Rettungsfahrzeuge können dafür auch heute noch voll überzeugen.

Thunderbirds

Etwas befremdlich wirkt hingegen eine ausgedehnte Traumsequenz in der Cliff Richards und die „Shadows“ als Puppen musizieren. Doch zum Ausgleich gibt es im Abspann eine atemberaubende Darbietung von Barry Grays markantem musikalischem Leitmotiv. “The Band of H. M. Royal Marines“ interpretiert die Titelmelodie nicht nur sehr zackig, sondern exerziert dazu noch nach allen Regeln dieser Kunst über einen Kasernenhof.

Thunderbirds

„Thunderbirds are go“ war kein sonderlich großer Erfolg im Kino. Die Produzenten konnten dies nicht fassen und schoben zwei Jahre später noch „Thunderbird 6“ hinterher, der in einer DVD-Box seine deutsche Premiere erlebte. Diesmal steht der Erfinder Brains im Mittelpunkt, der für die Tracys eine sechste Rettungsrakete gestalten soll und deshalb nicht am (mal wieder durch Sabotage gefährdeten) Jungfernflug seines Luftschiffes „Skyship 1“ teilnehmen kann.

Thunderbirds

Der ebenfalls sehr liebevoll gestaltete Film setzt auch Realaufnahmen ein, die nahtlos mit den Puppentricks verknüpft wurden. Im Mittelpunkt der Handlung stehen die elegante Agentin Lady Penelope und ihr Butler Parker, die einzigen Figuren bei denen man gelegentlich vergisst Puppen vor sich zu haben.

Thunderbirds

2004 inszenierte Jonathan Frakes eine nicht sonderlich gelungene Realverfilmung. Mittlerweile gibt es auch eine ganz gelungene computeranimierte Neuauflage der TV-Serie.

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Monster Allergy

Die kleine Elena Patata zieht mit ihren Eltern und den dicken Kater Bandito in den Stadtteil Oldmill Village der Großstadt Bigburg („eine der Städte, die niemals schlafen“). Zwei Nachbarsmädchen namens Patty und Tatty warnen sie gleich vor einem gewissen in der Nähe wohnenden Jungen namens Zick. Dieser ist gegen alles Mögliche allergisch, teilt das Haus aber mit Cappuccino trinkenden Monstern, die nur er sehen kann.

Monster Allergy

Die Handlung dieses Comics spielt in den USA und der Zeichenstil ist eine gelungene Mischung zwischen Disney und Manga. Doch die Geschichte weist auch zahlreiche italienische Bezüge auf. Dies ist nicht weiter verwunderlich, denn Alessandro Barbucci und Barbara Canepa, die Schöpfer dieser Serie, arbeiteten schon für die in Italien gezeichneten Disney-Comics schufen in Frankreich „Skydoll“ und die auch bei uns sehr erfolgreiche Comicreihe „W. I. T. C. H.„. Genervt durch die Auflagen der Disney-Company verließen Barbucci und Canepa die Serie.

Monster Allergy

Mit „Monster Allergy“ konnten sie ihre eigene Sache durchziehen. Im Gegensatz zu „W. I. T. C. H.“ überzeugt die Serie nicht nur durch die liebevoll ausgestalteten Farbseiten sondern die Geschichten lassen sich sogar mit großem Vergnügen lesen. Doch der erste Versuch des Carlsen Verlags die Serie an die Kioske zu bringen misslang. Trotz eines Kampfpreises von 2,60 EUR für vierundvierzig Comicseiten plus Beilagen wurde „Monster Allergy“ nach nur drei Ausgaben eingestellt. Danach übernahm der Ehapa Verlag und veröffentlichte von 2005 bis 2007 in neun kleinformatigen Alben immer gleich zwei Abenteuer in einem Band.

Monster Allergy

Mit dani books hat sich danach ein dritter Verlag der Serie angenommen. Hier erscheint in acht Bänden eine “monstermäßige Gesamtausgabe“. Die Bücher enthalten je vier Abenteuer, sind dicker und großformatiger und insgesamt ald die Ehapa Ausgabe. Zudem enthält diese Edition auch noch etliche bisher bei uns nicht veröffentliche Abenteuer von Elena Patata & Co.!

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Bastei Freunde

Seit 2006 veröffentlicht Ulrich Wick unermüdlich die belgische Western-Comic-Serie “Silberpfeil“, die ab 1969 zunächst im Heft „Felix“ und dann beim Bastei Verlag als eigene Reihe erschien. Mehr als sechs Hefte im Jahr bringt Ulrich Wick jedoch von seiner Neuauflage nicht heraus und daher dürfte er für seine Komplettausgabe mindestens “ziemlich genau 121 Jahre“ benötigen.

Bastei Freunde

Doch damit nicht genug, denn Wick Comics veröffentlicht auch noch gebundene Silberpfeil-Sonderbände und im Rahmen des “Frans Sels Archiv“ auch andere Comicgeschichten des Schöpfers des Kiowa Häuptlings. Der vielseitige Sels setzte auch eine Comic-Biographie über Abraham Lincoln in Szene und ließ seinen Funny-Helden Bongo gegen den “Kux-Klan“ kämpfen.

Bastei Freunde

Ein weiteres Tätigkeitsfeld für Ulrich Wick ist auch noch das vierteljährlich erscheinende Magazin “Bastei Freunde“. In reich und farbig bebilderten aber auch sehr fundiert verfassten Artikeln wird hier nicht nur über “Silberpfeil“ und ähnlich gelagerte Bastei-Western-Comics wie “Loup Noir“ alias “Schwarzer Wolf“ oder “Captaine Apace“ alias “Flammender Speer“ berichtet, sondern auch über die Literatur-Adaptionen in der Reihe “Berühmte Geschichten“.

Bastei Freunde

Ein wichtiges Thema ist natürlich auch der erstmals 1919 im Trickfilm aufgetretene Kater “Felix the Cat“. Dieser war auch der Namens-Pate des Hefts “Felix“ mit dem der Bastei Verlag zusammen mit der Zeitschrift “Pony“ (hierin erschien u. a. auch “Tim und Struppi“) 1958 seine Comic-Produktion aufnahm.

Bastei Freunde

In der Ausgabe 45 von “Bastei Freunde“ bietet Thomas Opitz einen ausführlichen Blick hinter die Kulissen und erzählt detailreich bebildert davon wie in Deutschland in den Sechziger Jahren “Felix“-Hefte produziert wurden.

Bastei Freunde

Die Rückseite mit den nostalgischen “Wer zuletzt lacht…“-Bilderwitzen und Checklisten zu Bastei-Serien wie “Phantom – Der wandelnde Geist“ runden den positiven Gesamteindruck des Fachmagazins ab, dem in dieser Form noch ein langes Leben zu wünschen ist.

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Silberpfeil

Die ab 1969  zunächst im Comicheft „Felix“ und dann als eigene Reihe erscheinende Western-Serie “Silberpfeil“ war ein großer Erfolg für den Bastei Verlag. Die Hauptfiguren, der junge Kiowa-Häuptling Silberpfeil und sein weißer Freund Falk, trafen in einer Ausgabe (Heft 62) sogar auf Winnetou und Old Shatterhand. 1988 wurde die Serie nach insgesamt 768 Ausgaben eingestellt, doch viele damalige Leser haben das bunte Figurenensemble zu denen auch der kleine Puma Tinka und die hübsche Squaw Mondkind gehörten nicht vergessen und werden sich über einen Neustart von “Silberpfeil“ freuen.

Silberpfeil

Dieser erfolgte ab 2006 jedoch nicht am Kiosk, sondern in Form einer liebevoll gestalteten und kenntnisreich kommentierten Sammleredition, die mit den allerersten Abenteuern Silberpfeils beginnt. Als die Serie 1966 im flämischen Magazin “OHEE“ startete, trug sie noch den Titel “Die Abenteuer von kleine Antilope“. Drei Jahre später wurde dieselbe Geschichte im deutschen Comicheft “Felix“ als “Silberpfeil, der junge Häuptling“ abgedruckt und diesen Name (bzw. “Zilverpijl“) erhielt die Hauptfigur dann auch in Belgien, wo die Serie allerdings nie so populär wie bei uns war.

Silberpfeil

Herausgeber Ulrich Wick verwendete für seine „Silberpfeil“-Neuausgabe Originalseiten von Frank Sels, dem 1986 verstorbenen Autor und Zeichner der Serie. Sofern die Zeichnungen nicht für Zweitverwertungen zerschnitten wurden, dienten sie als Druckvorlage und wurden von Gerhard Förster einfühlsam neu koloriert. Erstmals sind auch jene Panels zu sehen, die zuvor durch die berüchtigten Anzeigen von (Brief-)Marken-Paul ersetzt wurden. Die eigens für die neue Heftreihe erstellten Titelbilder stammen von Sels Sohn Erwin, der auch unter dem Namen Ersel bekannt ist und die Serie „Die Pioniere der Neuen Welt“ und „Claymore“ zeichnet. Der Leser kann jetzt miterleben, wie der junge Indianer seine ersten Abenteuer erlebt und seinen weißen Freund Falk kennen lernt. Mehr als sechs Hefte im Jahr wird Ulrich Wick jedoch nicht herausbringen und daher dürfte er für seine Komplettausgabe (inklusive jener ohne Beteiligung Sels in Spanien entstandenen Geschichten) “ziemlich genau 121 Jahre“ benötigen.

Silberpfeil

Mittlerweile veröffentlicht Wick Comics auch gebundene Silberpfeil-Sonderbände und im Rahmen des “Frans Sels Archiv“ erscheinen  andere Comicgeschichten des Schöpfers des Kiowa-Häuptlings. Der vielseitige Sels setzte auch eine Comic-Biographie über Abraham Lincoln in Szene und ließ seinen Funny-Helden Bongo gegen den “Kux-Klan“ kämpfen.

Silberpfeil

Weitere Informationen zu “Silberpfeil“ und ähnlichen Comics sind außerdem noch im vierteljährlich erscheinenden Magazin reich und farbig bebilderten “Bastei Freunde“ zu finden.

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