Reinhard Kleist: Berliner Mythen

Die Idee von Michael Groenewald und Lutz Göllner, die diesem Comic zugrunde liegt, ist ebenso simpel wie gut. Comic-Kurzgeschichten erzählen von Ereignissen, die sich im Großraum Berlin zugetragen haben. Im Vorwort schreibt Göllner: “Die Storys müssen auch gar nicht wahr sein, aber sie sollten in der Folklore der Stadt verankert sein. Mythen eben, mal komisch, mal gruselig, mal spannend.“

Reinhard Kleist: Berliner Mythen

Als sich das Stadtmagazin zitty für das Konzept interessierte, wurde mit dem in Hürth geborenen Wahlberliner Reinhard Kleist (“Der Boxer“, “Der Traum von Olympia“) schnell ein geeigneter Zeichner gefunden. Dieser brachte sich auch inhaltlich sehr stark ein und setzte insgesamt 24 Geschichten in unterschiedlicher Länge in Szene, bevor zitty Anfang 2015 das Veröffentlichen von Comics einstellte.

Reinhard Kleist: Berliner Mythen

Der letzte in diesem Sammelband veröffentlichte Comic wurde daher gar nicht mehr in zitty veröffentlicht. Doch jetzt ist auch die tragische Geschichte des Sinto-Boxers Johann “Rukeli“ Trollmann zu lesen, dessen elegante tänzelnde Kampftechnik für die Nazis “undeutsch“ war und der im KZ Neuengamme ermordet wurde. Nicht minder ergreifend ist die nah an tatsächlichen Ereignissen orientierte Schilderung einer Flucht aus der DDR, die auf nur fünf Comicseiten nicht nur die spannenden Aspekte, sondern auch die daraus resultierenden Repressalien schildert.

Reinhard Kleist: Berliner Mythen

Ein gelungener Kunstgriff ist es den Berliner Taxifahrer Ozan als Erzähler einzusetzen. Dieser chauffiert seine Fahrgäste nicht nur, sondern versorgt sie auch mit Anekdoten zu den jeweiligen Zielorten. Lediglich zum geplanten “Hauptstadtflughafen“ kann Ozan keine Geschichte beisteuern, denn der zugehörige Comic spielt 2064, und die Fahrt mit dem fliegenden Taxi ist zu viel kurz. Doch immerhin ist zu erfahren, dass der zentrale Flughafen auch in ferner Zukunft immer noch Tegel heißt…

Reinhard Kleist: Berliner Mythen

Abgerundet wird der schöne Sammelband noch durch Stadtpläne, in denen die Lage der Comic-Schauplätze eingetragen wurde. Ähnliche Comics zu weiteren Städten wären wünschenswert. In diesem Zusammenhang sollte auch noch einmal darauf hingewiesen werden, das jener Berlin-Reiseführer, der beim französischen Casterman Verlag erschienen ist und von der Comiczeichnerin Isabel Kreitz (“Rohrkrepierer“) eindrucksvoll bebildert wurde, bereits seit 2012 auf einen deutschen Verleger wartet.

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Matinée

Nachdem er die Kultfilme “Piranhas“ und “Das Tier“ inszenierte, gelang Joe Dante mit “Gremlins“ unter der Oberaufsicht von Produzent Steven Spielberg ein echter Blockbuster. Danach drehte Dante munter weiter sympathische Filme, die seine Liebe zum Kino durch zahlreiche oft sehr gut versteckte Zitate zum Ausdruck brachten. Doch trotz ihrer fantasievollen Machart waren weder “Die Reise ins Ich“, “Looney Tunes – Back in Action“ noch “The Hole – Wovor hast Du Angst?“ große Erfolge. In diese Reihe gehören auch Dantes Filme “Meine teuflischen Nachbarn“, “Small Soldiers“ und “Matinée“, die Koch Media weltweit erstmals auf Blu-ray und zudem noch mit eigens für die deutsche Edition produzierten Bonusmaterial veröffentlicht hat.

Matinée

“Matinée“ entstand 1993 und ragt heraus aus dem Spätwerk von Joe Dante. Es ist vielleicht sogar sein “erwachsenster“ Film. “Matinée“ handelt einmal mehr von Dantes Liebe zum billig produzierten Horror-Film der 50er Jahre., doch die Geschichte hat auch einen sehr realistischen Background. Sie spielt im Oktober 1962, als die Welt angesichts der Kuba-Krise, kurz vor dem dritten Weltkrieg stand. Im nur wenige Kilometer vom Krisenherd entfernten Städtchen Key West in Florida macht sich Panik breit. In den plötzlich nicht mehr so gut gefüllten Supermärkten kommt es zu Hamster-Käufen und Streit um die letzten Warenbestände. In den Schulen müssen den Kindern nutzlose Übungen absolvieren (“Duck and Cover“), die angeblich dabei helfen sollen die Auswirkungen der  Explosion einer Atombombe zu überleben.

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Ausgerechnet in dieses schon mit realen Schrecken konfrontierte Örtchen kommt der Filmemacher Lawrence Woolsey um seinen neusten Horror-Film “Mantis!“ zu präsentieren. Da dieses Machwerk über einen Mann, der nach der Explosion einer Atombombe, mit zu einem Ameisen-Mann mutiert, purer Trash ist, hat sich Woolsey einige Gimmicks für die Filmpremiere einfallen lassen.

Matinée

So hat er unter den Kinositzen Geräte platziert, die an den entscheidenden Stellen die Zuschauer mit Elektroschocks traktieren und außerdem jagt er einen jungen Mann im Ameisenkostüm durch den Zuschauersaal. Dass der Kostümierte hierbei seine Ex-Freundin beim Knutschen erwischt, trägt viel zum Vergnügen des Films bei, der auch wunderschöne Geschichten über heranwachsende Jugendliche erzählt. Dies wirkt besonders authentisch, denn diese jungen Hauptfiguren sind genauso alt, wie es Joe Dante 1962 war.

Matinée

Die Idealbesetzung für Lawrence Woolsey ist John Goodman, der mit dieser am Filmemacher William Castle angelehnten Figur eine seiner schönsten Rollen spielt. Woolsey ist zwar fast jeder Trick recht, um seinen Film zu promoten, doch zugleich liebt er sein Publikum und ist fest davon überzeugt, dass es durch die Schocks im Kino besser mit den realen Schrecken klar kommt. Dass (seinerzeit) nicht nur das Kino für Illusionen zuständig war, zeigt eine kurze Szene in der Woolsey mit simplen Werkzeugen in kürzester Zeit einen angeblich bombensicheren privaten Atom-Bunker öffnet.

Matinée

Viel Vergnügen bereitet auch eine Film-im-Film-Parodie auf Disney-Familien-Filme, die in den 60er Jahren fast noch gruseliger waren als jeder Horror-Schocker. Während die jugendlichen Hauptdarsteller von “Matinée“ unbedingt Woolseys “Mantis!“ sehen wollen, verlassen sie gelangweilt mitten im Film das Kino, als „The Shook-Up Shopping Cart“ gezeigt wird. Sich 90 Minuten lang einen (fiktiven) Film anzusehen, der von einem Mann erzählt, der sich in einen Einkaufswagen verwandelt, das ist möglicherweise der wahre Horror!

Matinée
Diese Postkarte liegt der Blu-ray bei

Bonusmaterial: Einleitung von Regisseur Joe Dante (1:19 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln); Ein eigens für die deutsche Blu-ray produziertes Interview mit Regisseur Joe Dante (15:10 min); Making Of von 1993 (4:26 min); Galerie mit 55 Bildern und Werbematerialien; Kinotrailer (1:55 min); Besonders schön ist der “komplette“ 16-minütige schwarzweiße Film“Mant!“ , inklusive Trailer (3:34 min) und Galerie mit 18 Bildern ; Zudem gibt es noch eine 51-minütige thematisch passende deutschsprachige herrlich trashige Trailer-Sammlung; Es liegt auch noch eine schöne Promo-Postkarte zu “Mant!“ bei und ein Wendecover gibt es auch noch.

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V wie Vendetta

Die britischen Anti-Utopien von George Orwell und Aldous Huxley, aber auch die mitunter nicht minder düsteren Comics mit zweifelhaften (und auch zweifelnden) Helden wie Judge Dredd und Batman standen Pate als Alan Moore („Watchmen“, „From Hell“) 1981 damit begann eine Geschichte für den Zeichner David Lloyd zu verfassen. Auch die ultrakonservative Thatcher-Regierung inspirierte Moore zu seinem ersten Fortsetzungscomic.

V wie Vendetta

Die Idee einen maskierten Rächer als jenen Guy Fawkes zu verkleiden, der 1605 versuchte das britische Parlament in die Luft zu jagen, kam von Lloyd. Das aus diesen Komponenten angerührte Resultat ist eine vielschichtige düstere Zukunftsvision, die obwohl angesiedelt im damals weit entfernten 1998 auch heute nichts von ihrer Brisanz verloren hat.

V wie Vendetta

1990 brachte der Carlsen Verlag das bahnbrechende Werk in sechs Bänden im Albumformat heraus.

V wie Vendetta

Der mittlerweile leider insolvente Tilsner Verlag übernimmt in seiner etwas kleinformatigeren Gesamtausgabe die Übersetzung von Uwe Anton und das Lettering von Dirk Rehm. Es fehlte allerdings die nicht sonderlich gelungene Kolorierung (Lloyds Zeichnungen leben ohnehin von Schwarz-Weiß-Kontrasten) und einige recht überflüssige ganzseitige Einzelillustrationen, die den Lesefluss eher hemmen.

V wie VendettaDas ganz große Plus der Neuveröffentlichung waren allerdings die informativen Vorworte von Lloyd und Moore, sowie ein umfangreicher Artikel, den Alan Moore 1984 während seiner Arbeit an „V wie Vendetta“ verfasste. Ferner sind noch zwei bisher bei uns nicht veröffentlichte insgesamt 10-seitige „V wie Vendetta“ -Kurzcomics (eins davon erinnert ziemlich an Stephen Kings Shortstory „Der Mauervorsprung“ von 1976) enthalten.

V wie Vendetta

Da diese Neuveröffentlichung mittlerweile vergriffen ist und eine aufwändige (allerdings ohne den Segen von Alan Moore entstandene) Verfilmung in die Kinos gekommen ist, liegt bei Panini eine weitere Neuauflage von “V wie Vendetta“ vor. Diese ist noch etwas kleinformatiger als die Tilsner-Ausgabe, wurde neu gelettert und verfügt über eine dezente Kolorierung die den Lesegenuss steigert. Auch die Vorworte und Artikel von Lloyd und Moore sind enthalten.

V wie Vendetta

Somit liegt dieser Meilenstein der Comicgeschichte zum Glück wieder in einer ansprechenden Edition vor. Wer es gerne noch etwas feudaler mag, dem sei die “Masken-Edition“ oder die großformatige “Absolute Edition“ empfohlen.

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Star Wars – Das Erwachen der Macht – Die illustrierte Enzyklopädie

In München gastiert gerade die Ausstellung “Star Wars – Identities“, wobei die Eintrittspreise ganz schön happig sind. Ein dauerhafteres Vergnügen bietet vielleicht dieses deutlich preiswertere Buch.

Star Wars - Das Erwachen der Macht - Die illustrierte Enzyklopädie

Die Film-Ausstattung von Episode VII wurde so gut abfotografiert, dass mehr Details als auf einer Großbild-Leinwand zu erkennen sind. Auch die Kuratoren des Buchs haben gute Arbeit geleistet, denn jede Doppelseite ist einer Figur gewidmet.

Star Wars - Das Erwachen der Macht - Die illustrierte Enzyklopädie

Im übersichtlichen Layout werden Klamotten, Waffen und Fortbewegungsmittel präsentiert. Zu sehen sind persönliche Dinge wie Chewbaccas Bombentasche, Han Solos Schweißerbrille, Leias Blaster, Finns wetterfeste Stiefel oder Reys Puppe.

Star Wars - Das Erwachen der Macht - Die illustrierte Enzyklopädie

Bei einem Buch mit 80 Seiten ist der Titel “Die illustrierte Enzyklopädie“ ist sicher etwas hochgegriffen, doch es wird überdeutlich vermittelt mit wie viel Phantasie und Liebe zum Detail das Team von J. J. Abrams sich aufgemacht hat, um die Nachfolge von George Lucas würdig anzutreten.

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Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln

2010 drehte Tim Burton („Big Eyes„, „Batman Returns„) mit “Alice im Wunderland” ganz gewiss nicht seinen besten, aber ohne Zweifel seinen erfolgreichsten Film. Die ziemlich freie Bearbeitung von Lewis Carrolls Buch, mit Burtons Stammschauspieler Johnny Depp als besonders verrückten Hutmacher, spielte mehr als eine Milliarde Dollar ein! Da ist es eher verwunderlich, dass es sieben Jahre dauerte, bis eine Fortsetzung in die Kinos kam. Burton fungierte dabei als Produzent und James Bobin, der die letzten beiden Muppets-Filme inszenierte, führte diesmal Regie.

Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln

In der Titelrolle ist wieder die australische Darstellerin Mia Wasikowska („Lawless – Die Gesetzlosen„) zu sehen. Wer sich nicht sonderlich gut an den ersten Film erinnert, wird sich wundern diese anfangs in einer Situation zu erleben, die an eine Fortsetzung von “Fluch der Karibik“ erinnert. Doch am Ende von “Alice im Wunderland” zog es die Heldin in der Tat auf die hohe See und am Anfang der Fortsetzung kehrt sie von einer maritimen Weltreise zurück. Auf einer viktorianischen Abendgesellschaft trägt Alice provokant ein knallbuntes asiatisches Kleid und verhält sich permanent nicht gesellschaftskonform.

Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln

Da Alice heftig aneckt, ist sie nicht unfroh als sie wieder ins Wunderland bzw. ins Unterland, wie es bei Burton hieß, zurückkehrt und sich dort den Problemen des Hutmachers widmen kann. Dieser ist noch seltsamer drauf als sonst. Des Rätsels Lösung liegt in der Vergangenheit und daher bricht Alice zu “Zeit“ auf, der über Leben und Tod wacht. Sacha Baron Cohen (“Borat“) verleiht dieser mächtige Figur trotz des seltsamen Kostüms erstaunlich viel Menschlichkeit, was sich gut ins Konzept einfügt.

Lawless – Die Gesetzlosen

Ja, und dies ist die Überraschung, im Gegensatz zum ersten Film gibt es diesmal tatsächlich ein Konzept und nicht nur Vorwände um Prominenten lustige Klamotten anzuziehen, oder sie am Computer zu verfremden. Aus Carrolls Fortsetzungsroman “Alice hinter den Spiegeln“ wurden kaum Elemente unternommen. Stattdessen bricht Alice zu einer Zeitreise auf. Sie erfährt dabei, warum der Hutmacher verrückt und die Herzkönigin böse geworden ist. Dies ist teilweise erstaunlich ernsthaft, oft sehr spannend und natürlich immer wieder angemessen skurril erzählt.

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Tim Burton: Alice im Wunderland

Anders als in der Buchvorlage von Lewis Carroll und dem 1951 danach entstandenen Disney-Film ist Alice bei Tim Burton („Big Eyes„, „Batman Returns„) kein kleines Mädchen, sondern eine junge Frau von 19 Jahren. Diese wird von Mia Wasikowska gespielt und ihr droht im viktorianischen England die Ehe mit einem ungeliebten Mann. Doch zum Glück erscheint das weiße Kaninchen und dann auch noch all die anderen vertrauten Phantasiewesen, wie der verrückte Hutmacher, die Grinsekatze, die Herz-Königin, Tweedledum & Tweedledee sowie der monströse Jabberwocky.

Tim Burton: Alice im Wunderland

Doch es ist eigentlich gar kein Wunderland, das Tim Burton präsentiert, sondern ein Unterland, eine etwas düsterere Variante von Carrolls Fantasy-Welt. Doch da es sich um einen Disney-Film geht es nicht allzu grausig zu. Für die Gestaltung der Figuren ließ Burton bekannte Darsteller am Computer zu an Zirkusfreaks erinnernde Wesen verfremden. So hat sein Stammschauspieler Johnny Depp als besonders verrückter Hutmacher seltsame riesige Augen und Burtons damalige Gattin Helena Bonham Carter als rote Königin einen riesigen Kopf (was – netter Gag am Rande – ihre Dienerschaft dazu bringt, sich ebenfalls als deformiert zu verkleiden).

Tim Burton: Alice im Wunderland
So richtig konsequent durchgezogen wurde diese eher an “Harry Potter“- als an Burton-Fans adressierte Chose leider nicht. Zwar sind die Trick- und 3D-Effekte – die auch per Blu-ray daheim zu erleben sind – auf einem hohen Niveau, aber dabei auch von einer etwas kalten Perfektion. Anders als ansonsten bei Tim Burton will sich kein verzücktes Staunen über die – zweifelsohne vorhandenen – verrückten Ideen einstellen, sondern es drängt sich immer wieder die Frage auf, was der ganze Quatsch eigentlich soll. Wobei dies angesichts der ebenfalls ganz schön seltsamen Buch-Vorlage vielleicht sogar ein durchaus werkgetreuer Ansatz ist. 

Tim Burton: Alice im Wunderland

“Alice im Wunderland” ist ganz gewiss nicht Burtons bester, aber ohne Zweifel sein erfolgreichster Film und spielte mehr als eine Milliarde Dollar ein! Da ist es verwunderlich, dass es sieben Jahre dauerte, bis mit „Hinter den Spiegeln“ eine Fortsetzung in die Kinos kam.

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X-Men: Apocalypse

2009 begann mit “X-Men – Der Film“ die Geschichte des modernen Superhelden-Kinos. Der für 75 Millionen Dollar produzierte Film spielte seinerzeit weltweit 300 Millionen ein, was natürlich Folgen hatte. Regisseur Bryan Singer, der auch Co-Drehbuchautor war, konnte drei Jahre später mit “X-Men 2“ seinen ersten Film mit den Marvel-Mutanten nicht nur vom Einspielergebniss, sondern auch künstlerisch toppen. Dies brachte Singer den sicherlich sehr lukrativen Job ein, bei dem eher peinlichen DC-Film “Superman Returns“ Regie führen zu können.

X-Men: Apocalypse

Singer stand daher aber nicht für den Trilogie-Abschluss “X-Men – Der letzte Widerstand“ zur Verfügung, den Brett Ratner 2006 halbwegs solide über die Runden brachte. Singer war es auch nicht, der 2011 mit “X-Men: Erste Entscheidung“ einen spektakulären Neustart der “X-Men“-Filmreihe in Szene setzte. “Kick-Ass“-Regisseur Mathew Vaughn erzählte von der Gründerzeit der Mutanten-Truppe in den 60er Jahren. Mit Michael Fassbender, James McAvoy und Jennifer Lawrence hatte der Film ein aufregendes junges Ensemble. Bei seiner Rückkehr zu den “X-Men“ versuchte Brian Singer dies zu toppen, in dem er die alten aber auch die neuen Mutanten-Darsteller zusammenführte und bei “X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ ein teilweise heilloses Chaos entfesselte.

X-Men: Apocalypse

Doch da die Einspielergebnisse mehr als okay waren, durfte Singer weitermachen. Bei “X-Men: Apocalypse“ beschränkte er sich darauf eine hauptsächlich in den 80er Jahren angesiedelte Fortsetzung von “Erste Entscheidung“ zu erzählen. Daher ist die Sache etwas übersichtlicher geraten, denn Professor X und Magneto werden diesmal nur von James McAvoy und Michael Fassbender, aber nicht auch noch von den beiden Adligen Patrick Steward und Ian McKellen verkörpert.

X-Men: Apocalypse

In diesem Zusammenhang macht es auch Sinn u. a. die Mutanten Cyclops, Jean Grey, Storm und Nightcrawler mit Tye Sheridan, Sophie Turner (“Game of Thrones“), Alexandra Shipp und Kodi Smit-McPhee neu zu casten. Wie schon in “X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ hat Evan Peters als temporeicher Mutant Quicksilver einen ganz großen, ebenso gut getricksten, wie amüsanten Auftritt.

X-Men: Apocalypse

Neuer Schurke ist der Ur-Mutant En Sabah Nur alias Apocalypse, dessen Vorgeschichte bildgewaltig vor dem Hintergrund des alten Ägyptens in Szene gesetzt wird. Doch auch in den 80er Jahren lässt er – u. a. in der damaligen DDR – allerlei zu Bruch gehen und zwingt die Mutanten sich für oder gegen ihn zu entscheiden. In einer nur bedingt geschmackssicheren Sequenz stiftet Apocalypse den als Häftling in Auschwitz zum Mutanten gewordenen Magneto dazu an, die KZ-Gedenkstätte zu zerstören.

X-Men: Apocalypse

Nicht nur dies ist ein eher entbehrlicher Moment im mit 144 Minuten bisher längsten “X-Men“-Film. Ähnlich wie in Disneys letzten Marvel-Film „The First Avenger: Civil War“ werden auch hier beindruckend in Szene gesetzte Sequenzen serviert, die sich nur bedingt zu einem eigenständigen Film zusammensetzten, sondern eher Appetit auf weitere Fortsetzungen machen sollen. Wobei dies recht werkgetreu ist, denn genauso funktionieren Superhelden-Comics!

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The Time Tunnel

Tief unter der Wüste Arizonas arbeitet die US-Regierung in riesigen Forschungsanlagen am Geheimprojekt Tic Toc. Hier soll ein Zeittunnel entwickelt werden, durch den Menschen in die Vergangenheit und die Zukunft reisen können. Da dem Projekt die durch die hohen Kosten bedingte Stilllegung droht, testen die Wissenschaftler Dr. Doug Phillips (Robert Colbert im halbwegs eleganten Anzug) und Dr. Tony Newman (James Darren im saloppen grünen Rollkragenpulli) den Time Tunnel in einem todesmutigen Selbstversuch und landen prompt (und natürlich!) auf der “Titanic“…

The Time Tunnel

Nachdem Produzent Irvin Allen (“Lost in Space“, “Flammendes Inferno“) 1966 den Pilotfilm zu “The Time Tunnel“ höchstpersönlich und recht aufwändig in Szene setzte, funktionierten die weiteren 29 Episoden der ersten (und einzigen) Staffel meist nach Schema F. Doug und Tony landeten auf einem Raumschiff, bei General Custer, Robin Hood, in Alamo oder im Trojanischen Pferd, je nachdem was für Spielfilm-Ausschnitte gerade zum Verwursten zur Verfügung standen.

The Time Tunnel

Die Zeitreisenden traten eher zu Faustkämpfen als zu Diskussionen an und nach 50 Minuten trieb sie der Zeitstrudel zum nächsten historischen Ereignis. Mit etwas raffinierteren Drehbüchern hätte die Serie ein echter Hit werden können, denn die Darsteller waren sympathisch, die Spezialeffekte okay und das Design des Tunnels beeindruckt noch heute.

The Time Tunnel

Bei seiner deutschen Erstausstrahlung im Jahre 1971 war „The Time Tunnel“ – wir hatten ja nichts anderes – der absolute Knaller. Dennoch sendete die bevormundende ARD (genau wie kurz danach das ZDF bei “Raumschiff Enterprise“) nur 13 der 30 Episoden. Erst ab 1996 lief die Serie komplett auf SAT.1 wurde hierfür jedoch komplett neu synchronisiert. Die erste deutsche DVD-Veröffentlichung war nicht sonderlich gut gelungen. Verteilt auf vier Boxen wurden zwar alle dreißig Episoden in korrekter US-Reihenfolge veröffentlicht, es fehlte jedoch die Originalfassungen. Auch mit Bonusmaterial und der Bildqualität sah es eher mau aus.

The Time Tunnel

Nicht nur sehr viel platzsparender, sondern auch zweckmäßiger für den deutschen Fan der ersten Stunde ist die DVD-Veröffentlichung von „The Time Tunnel“, die Studio Hamburg herausgebracht hat. Eine schmale Box enthält auf 4 DVDs die 13 von der ARD ausgewählten Episoden, in der Reihenfolge in der sie 1971 ausgestrahlt wurden. Das Bild wurde digital restauriert, es ist die deutsche Erstsynchronisation zu hören, aber auch die Originalfassung. Es bleibt zu hoffen, dass in ähnlich guter Qualität auch noch die erst später bei uns gezeigten 18 Episoden nachgeliefert werden.

The Time TunnelBonusmaterial: Alternativ-Version der Pilotfolge (53:03 min, wie alle Extras nur in Originalfassung und ohne deutsche Untertitel); Interviews mit den Hauptdarstellern Robert Colbert (6:34 min), James Darren (10:13 min) und Lee Meriwether (8:13 min), bei der alten deutschen DVD-Edition gab es übrigens auch noch ein Interview mit Whit Bissell alias General Heywood Kirk; US-TV-Trailer (1:57 min); US-Promotion-Trailer (1:01 min): zudem gibt es noch zu allen Episoden die deutschen Vor- und Abspänne sowie die US-Trailer; Wendecover.

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Wolverine: Weg des Kriegers

Hugh Jackman ist einer der wenigen Action-Stars, der auch ein weibliches Publikum anspricht. Daher bekommt es der Australier in seinem sechsten Auftritt als Marvel-Mutant Wolverine gleich mit vier Frauen zu tun. Während Famke Janssen als X-Woman Jean Grey in seinen Träumen herumspukt, stehen ihm die attraktiven Japanerinnen Tao Okamoto und Rila Fukushima als Mariko Yashida und Yukio im Kampfe gegen Horden von Yakuza, einen silbernen Samurai und die von der Russin Svetlana Khodchenkova verkörperte skrupellose Wissenschaftlerin Dr. Green alias Viper zur Seite.

Wolverine: Weg des Kriegers

Der zweite Wolverine-Solofilm basiert auf einem Comic-Klassiker aus dem Jahre 1982 von Chris Claremont und Frank Miller, in dem der Mann mit den Scherenhänden erstmals ohne die X-Men auftrat. Da der Hauptschauplatz Japan ist und Wolverine bereits eine ganze Weile auf Erden wandelt, gibt es außerdem noch einen Prolog der 1945 in Nagasaki zur Zeit des Abwurfs der Atombombe spielt. Das ist eine ganze Menge Holz für einen einzelnen Film und das Resultat wirkt eher überladen als mitreißend. Die langen Dialog-Szenen und die nicht minder ausgedehnten Action-Einlagen sind teilweise gelungen, wollen sich aber nicht so recht zu einem wirklich guten Film zusammensetzen.

Wolverine: Weg des Kriegers

Auch die Heimkino-Veröffentlichung kann nicht so richtig begeistern. Wer sich den 10 Minuten längeren, doch nicht wirklich besseren, Extended Cut ansehen möchte, der muss relativ tief in die Tasche greifen und die 3-D-Blu-ray erwerben, die als einziges zusätzliches Extra noch einen (immerhin deutsch untertitelten) Audiokommentar vom Regisseur James Mangold an Bord hat. Richtig gelungen ist bei “Wolverine: Weg des Kriegers“ eigentlich nur die letzte Szene mitten im Nachspann, die neugierig macht auf den nächsten Marvel-Mutanten-Film „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit„.

Wolverine: Weg des Kriegers

Bonusmaterial der Blu-ray mit dem Extended Cut: Audiokommentar zum Extended Cut von James Mangold, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln; Making-Of (53:44 min); Ein ganz witziges alternatives Ende (1:36 min); Bryan Singer berichtet vom Set von „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ (2:47 min); US-Kinotrailer (2:28 min)

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X-Men – Der Film

Einen nicht unerheblichen Anteil am Zustandekommen des Filmprojektes hat neben dem überraschenden Kino-Erfolg des Marvel-Comichelden „Blade“ ganz sicher auch die 1992 erfolgreich gestartete“ X-Men“-Trickfilmreihe der Produktionsfirma „Saban“. Regisseur Bryan Singer („Die üblichen Verdächtigen“) hatte eigentlich keinerlei Interesse an einer Comicverfilmung. Trotzdem griff er zu einem „X-Men“-Heft um Argumente gegen den Film zu sammeln. Er war jedoch von den vielen schillernden Charakteren fasziniert. Gemeinsam mit Produzent Tom DeSanto, der sich bestens im Marvel Universum auskennt, erarbeitete er eine neue Geschichte, die den Figuren und dem Mythos gerecht werden sollte.

X-Men - Der Film

Bryan Singer und Tom DeSanto war klar, dass dies keine ganz preiswerte Angelegenheit werden würde und dass ein Film mit einem hohen Budget nicht nur den Comicfans ansprechen sollte. Sie versuchten den Film übersichtlich zu gestalten und ihn nicht zu überladen. Bei den sich über mehr als drei Jahre hinziehenden Drehbuch-Diskussionen vertrat Singer den durchschnittlichen überhaupt nicht am Comic interessierten Kinogänger und de Santo versuchte alle wichtigen Elemente aus der nahezu vierzigjährigen Geschichte der „X-Men“ im Film unterzubringen.

X-Men - Der Film

Im Gegensatz zur sehr personalintensiven Zeichentrickserie, konzentriert sich der Spielfilm in erster Linie auf die Geschichte des beliebtesten Mutanten Logan alias Wolverine, der sich als Einzelgänger nicht so recht in die Gruppe integrieren kann. Wolverine-Darsteller Hugh Jackmann stammt aus Australien, genau wie der ähnlich imposante und auch nicht sonderlich große Russel Crowe („Gladiator„), der ebenfalls für den Part vorgesehen war. Bereits Jackmans erster Auftritt als Logan, wenn er in einer heruntergekommenen Bar einen sehr viel größeren Gegner eher beiläufig plattmacht, vermittelt sofort einen überzeugenden Antihelden, der nicht viel Spaß im Leben hat, schon gar nicht wenn die Klingen von innen durch seine Haut stechen.

X-Men - Der Film

Etwas weniger wichtig ist – zumindest im ersten “X-Men“-Film – der Konflikt zwischen Professor X (Patrick Steward) und Magneto (Sir Ian McKellen). Während der Professor den Menschen helfen möchte, will Magneto, dessen Eltern in Auschwitz umgebracht wurden, die Menschheit unterdrücken und beherrschen.

X-Men - Der Film

Ein wichtiges Story-Element wird anfangs zwar recht stark in der Geschichte hervorgehoben, verflüchtigt sich im Laufe der Handlung jedoch zunehmend: Senator Kelly (Bruce Davison) und seine Kampagne gegen die Mutanten. Mit Senator Kelly-Aufkleber und -Buttons wurden Werbung für den Film gemacht und eine witzige Website namens “Mutantwatch“ wachte darüber, dass die amerikanische Gesellschaft nicht von Mutanten unterwandert wird. Hier war die Werbekampagne manchmal subtiler als das endgültige Produkt.

X-Men - Der Film

Einen recht großen Part hat die Mutatin Rogue (Anna Paquin). Ihre Fähigkeiten, die Gedanken und Eigenschaften anderer Menschen zu absorbieren, hat sie noch nicht im Griff hat. Dies macht Rogue den Umgang mit ihren Mitmenschen nicht gerade leicht, schafft aber eine Verbindung zu Wolverine, der sich auch nicht komplett unter Kontrolle hat. Die schüchterne Freundschaft, die sich im Laufe des Filmes langsam zwischen den Beiden aufbaut, ist das wohl schönste Element des ganzen Filmes und wird von Singer sehr sensibel und ohne viele Worte inszeniert.

X-Men - Der Film

Die restlichen Mitglieder der X-Men sind eher schmückendes Beiwerk: Die arme Storm (Halle Berry, hier war ursprünglich Angela Basset vorgesehen) wurde dazu verdonnert meist eher nutzlos herumzustehen. Recht halbherzig wird von den Eifersüchteleien zwischen Wolverine und Cyclops (James Marsden) um Jean Grey (Famke Janssen) erzählt. Immerhin zeigt Wolverine seinem Nebenbuhler Cyclops sogar einmal die Stinke-Kralle, ansonsten kann Singer der ganzen Chose jedoch nicht allzu viel Humor abgewinnen.

X-Men - Der Film

Ganz unverkennbar hat auch der große Erfolg von „Matrix“ das „X-Men“-Projekt ein gutes Stück vorangetrieben. Es klingt zwar plausibel, wenn Singer erzählt, dass die schillernden Kostüme des Comics auf der Leinwand eher albern gewirkt hätten und daher ein glaubwürdigeres Superhelden-Outfit entwickelt wurde. Trotzdem sind die Parallelen zu den dunklen Kostümen in „Matrix“ mehr als unübersehbar. Leider wurden die Action-Szenen in „X-Men“ jedoch längst nicht so innovativ und beeindruckend wie in „Matrix“ umgesetzt.

X-Men - Der Film

Das gute Abschneiden des ersten „X-Men“-Films an den Kinokassen sorgte dafür, dass ab 2000 neben zahlreichen Fortsetzungen eine mittlerweile schier unübersichtliche Menge von gut budgetierten Filmen mit Superhelden folgen sollte.

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